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MCAS: Symptome, Diagnose und Hilfe in Österreich
19.10.2026 (aktualisiert am 19.10.2026)
balancio.at
Lesedauer: 11 min
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MCAS: Symptome, Diagnose und Hilfe in Österreich
19.10.2026 (aktualisiert am 19.10.2026) | balancio.at
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Immer wieder kommen Hautrötung, Bauchkrämpfe und Schwindel plötzlich zusammen, und du fragst dich, ob deine Mastzellen dahinterstecken.
Hier erfährst du, welche Beschwerden zum Mastzellaktivierungssyndrom passen und welche eher nicht. Du liest, wie die Abklärung nach den anerkannten Kriterien abläuft, wer in Österreich dafür zuständig ist und was du bei einer Anaphylaxie sofort tun musst.
Welche Symptome passen zu MCAS?
Typisch für MCAS sind plötzliche Anfälle, bei denen mindestens zwei Organsysteme gleichzeitig betroffen sind und die nach einigen Stunden wieder abklingen. Fachleute beschreiben diese Anfälle als ähnlich einer Anaphylaxie, der schwersten Form einer allergieartigen Reaktion. Das Mastzellaktivierungssyndrom kann sich dabei so zeigen:
Haut: Juckreiz, oft am ganzen Körper und manchmal an Handflächen oder Fußsohlen beginnend, plötzliche Rötung (Flush), Nesselausschlag und Schwellungen.
Magen und Darm: krampfartige Bauchschmerzen, plötzlicher Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.
Herz und Kreislauf: Herzrasen, Schwindel, Verwirrtheit oder Ohnmacht, wenn der Blutdruck abfällt.
Atemwege, Nase und Augen: Atemnot, pfeifende Atmung, eine stark verstopfte oder rinnende Nase, Niesen und gerötete Augen.
Laut einer kanadischen Übersichtsarbeit von 2025 ähneln sich die Anfälle bei derselben Person oft stark, danach kann bis zu einem Tag Erschöpfung folgen. Schreib bei jedem Anfall auf, wann er begann, welche Beschwerden auftraten, wie lange er dauerte und was du davor gegessen, eingenommen oder getan hast.
Notfall: Bekommst du schlecht Luft, schwellen Gesicht oder Zunge an oder wird dir schwindlig bis zur Ohnmacht, ruf sofort die Rettung unter 144.
Ob Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Benommenheit von den Mastzellen kommen, ist ungeklärt. Das MSD Manual zählt Benommenheit („Brain Fog“) zu den möglichen Beschwerden bei MCAS. Laut der kanadischen Übersicht berichten manche Betroffene neben klaren Anfällen auch über Kopfschmerzen, Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, deren Ursache aber unklar ist. Treten solche Beschwerden allein und ohne abgegrenzte Anfälle auf, gelten sie dort nicht als Hinweis auf MCAS.
Lass anhaltende Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme deshalb auch auf andere Ursachen untersuchen. Eine vorschnelle MCAS-Diagnose kann laut einer Übersichtsarbeit von 2021 dazu führen, dass die eigentliche Erkrankung später erkannt und behandelt wird.
Spricht das für MCAS oder eher für etwas anderes?
Für MCAS spricht vor allem das Muster: klar abgegrenzte Anfälle statt Dauerbeschwerden. Diese Punkte nennt die kanadische Übersicht auf Grundlage der international vereinbarten Diagnosekriterien (Konsenskriterien).
Eher passend:
Die Beschwerden beginnen plötzlich und kommen wiederholt in Anfällen.
Bei jedem Anfall sind mindestens zwei Organsysteme beteiligt, etwa Haut und Darm.
Ein Anfall klingt innerhalb einiger Stunden ab, mit oder ohne Behandlung.
Eher nicht typisch:
Beschwerden, die dauernd da sind und nur stärker oder schwächer werden, ohne erkennbare Anfälle.
Beschwerden an nur einem Organsystem, zum Beispiel nur Gesichtsrötung.
Erschöpfung, Kopfschmerzen, Benommenheit, Gelenkschmerzen oder Blähungen für sich allein.
Oft wird MCAS mit POTS (Herzrasen beim Aufstehen), dem hypermobilen Ehlers-Danlos-Syndrom (überbewegliche Gelenke) oder Long COVID in Verbindung gebracht. Das MSD Manual bestätigt, dass diese Verbindung häufig beschrieben wird, ihre Art sei aber unklar. Laut kanadischer Übersicht wurde ein Zusammenhang bei Menschen, die die Konsenskriterien sicher erfüllen, bisher nie nachgewiesen. Beides schließt sich nicht aus: Dass Erkrankungen gemeinsam auftreten, heißt nicht, dass die eine die andere verursacht. Hast du eine dieser Diagnosen, werden ihre Beschwerden laut AAAAI-Arbeitsgruppe getrennt von den Fachärzt:innen des jeweiligen Gebiets behandelt.
Wie selten sich ein Verdacht bestätigt, zeigt eine Studie an einem Berliner Spezialzentrum (Charité, 2022). Von 100 Menschen mit Verdacht auf MCAS hatten 53 den Verdacht aus eigener Einschätzung. Bestätigt wurde MCAS am Ende nur bei 2 Prozent. Die Beschwerden belasteten die Teilnehmenden trotzdem stark. Bestätigt sich MCAS bei dir nicht, bitte deine Ärztin oder deinen Arzt, gemeinsam weiter nach der Ursache zu suchen.
Wie läuft die Abklärung ab?
Die Diagnose MCAS gilt nach den anerkannten Konsenskriterien nur, wenn drei Bedingungen gemeinsam erfüllt sind:
Typische Anfälle: schwere, wiederkehrende Beschwerden, die zu einer Ausschüttung von Mastzell-Botenstoffen passen und mindestens zwei Organsysteme betreffen.
Nachweis im Labor: Der Mastzell-Botenstoff Tryptase im Blut steigt während oder kurz nach einem Anfall deutlich über deinen eigenen Ruhewert, den Basalwert. Deutlich heißt: um mindestens 20 Prozent plus 2 ng/ml. Auf österreichischen Befunden steht die Tryptase oft in µg/l, das ist dieselbe Menge. Bei einem Basalwert von 5 ng/ml müsste der Anfallswert also über 8 ng/ml liegen. Ersatzweise zählen Abbauprodukte von Mastzell-Botenstoffen im Urin, etwa N-Methylhistamin oder Leukotrien E4. Sie sind aber weniger aussagekräftig als die Tryptase.
Ansprechen auf Behandlung: Die Beschwerden bessern sich mit Medikamenten, die Mastzellen oder ihre Botenstoffe hemmen.
Der Zeitpunkt der Blutabnahme ist entscheidend, weil die Tryptase nach einem Anfall nur einige Stunden erhöht bleibt. Am aussagekräftigsten ist die Blutabnahme laut der AAAAI-Arbeitsgruppe zwischen 30 Minuten und zwei Stunden nach Beginn des Anfalls. Auch eine Probe bis zu vier Stunden danach kann laut kanadischer Übersicht noch einen deutlichen Anstieg zeigen, die AAAAI-Arbeitsgruppe nennt sogar bis zu sechs Stunden. Je später die Abnahme, desto eher wird ein Anstieg verpasst. Den Basalwert misst man an einem beschwerdefreien Tag, laut AAAAI-Arbeitsgruppe frühestens 24 Stunden nach dem Abklingen aller Beschwerden. Die kanadischen Autor:innen raten, eine vorbereitete Laborzuweisung für die Tryptase-Messung beim Notfallset aufzubewahren. Frag deine Ärztin oder deinen Arzt danach.
Zeigt die Blutprobe keinen Anstieg, schließt das ein MCAS laut kanadischer Übersicht nicht aus, vor allem wenn die Abnahme spät erfolgte. Dann können die Abbauprodukte im Urin weiterhelfen: Dafür gibst du eine Urinprobe etwa drei bis sechs Stunden nach Beginn des Anfalls ab und vergleichst sie mit einer Probe an einem beschwerdefreien Tag.
Ein dauerhaft erhöhter Basalwert allein ist kein Zeichen für MCAS. Häufigste Ursache ist laut der kanadischen Übersicht eine erbliche Besonderheit, die hereditäre Alpha-Tryptasämie, die etwa 6 Prozent der Bevölkerung betrifft. Laut Gesundheitsportal können dauerhaft erhöhte Werte aber auch auf eine Mastozytose oder andere Erkrankungen des blutbildenden Systems hinweisen.
Fachstreit über weiter gefasste Kriterien
Daneben gibt es einen Vorschlag mit viel weiter gefassten Kriterien, dessen Autor:innen schreiben, MCAS betreffe bis zu 17 Prozent der Bevölkerung. Diese Gruppe hält zu seltene Diagnosen für das größere Problem. Mehrere Fachartikel kritisieren, dass diese Kriterien MCAS zu wenig von anderen Erkrankungen abgrenzen und zu Fehldiagnosen führen können. Eine verlässliche Zahl, wie häufig MCAS ist, gibt es derzeit nicht. Hast du schon eine Diagnose, lohnt es sich zu wissen, nach welchen Kriterien sie gestellt wurde und welche Laborwerte sie stützen. Das hilft bei jedem Arztwechsel, in der Notaufnahme und wenn du eine Zweitmeinung willst.
Mastozytose, Allergie, Histaminintoleranz: Was das für dich heißt
Die Begriffe Mastozytose, Allergie und Histaminintoleranz erklärt das Glossar. Für die Abklärung zählen drei praktische Folgen:
Mastozytose ausschließen: Eine Mastozytose kann selbst Ursache eines MCAS sein. Ob dafür ein Gentest im Blut oder eine Knochenmarkprobe nötig ist, entscheiden Fach ärzt:innen.
Nach dem Essen: Treten deine Anfälle vor allem ein bis zwei Stunden nach dem Essen auf, sollte laut kanadischer Übersicht gründlich nach einer Nahrungsmittelallergie gesucht werden.
Histaminintoleranz: Kein einzelner Labortest weist sie laut Gesundheitsportal verlässlich nach. Entscheidend sind ärztliche Befragung und ein Ernährungs- und Symptomtagebuch. Für Präparate mit dem Enzym DAO gibt es keine gesicherte Wirksamkeit.
Wie wird MCAS behandelt?
Behandelt wird mit Medikamenten gegen Mastzell-Botenstoffe und durch das Meiden bekannter Auslöser. Laut MSD Manual, AAAAI und kanadischer Übersicht kommen vor allem diese Wirkstoffgruppen infrage:
H1-Antihistaminika: meist der erste Schritt. Neuere Wirkstoffe werden bevorzugt, weil sie weniger müde machen.
H2-Antihistaminika: oft zusätzlich bei Magen-Darm-Beschwerden. Laut der kanadischen Übersicht ist dieser Nutzen nicht klar belegt, die AAAAI hält sie bei Bauchschmerzen und Übelkeit für hilfreich.
Mastzellstabilisatoren: Sie sollen verhindern, dass Mastzellen ihre Botenstoffe freisetzen.
Leukotrien-Hemmer: Sie blockieren eine weitere Gruppe von Botenstoffen.
Kortison soll laut AAAAI und kanadischer Übersicht nur als letzte Möglichkeit eingesetzt werden. Die kanadischen Autor:innen weisen darauf hin, dass die Belege für alle diese Behandlungen sehr begrenzt sind und vor allem auf Expert:innenmeinung beruhen. Sie betonen aber auch: Die meisten Betroffenen bekommen ihre Beschwerden mit H1-Antihistaminika ausreichend unter Kontrolle, manche brauchen dafür mehrere Medikamente, bei anderen gehen die Anfälle mit der Zeit ganz zurück. Wirkt die Behandlung gar nicht, spricht das laut AAAAI eher gegen MCAS.
Als Auslöser oder Verstärker nennen Fachquellen unter anderem körperliche Anstrengung, Hitze, Stress, Alkohol und bestimmte entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR). Dein Tagebuch kann Hinweise geben, welche davon für dich eine Rolle spielen. Nimm Medikamente nur nach ärztlicher Absprache ein, ändere die Dosis nicht selbst und setze nichts eigenmächtig ab.
Ernährung: individuell statt Pauschal-Diät
Weder das MSD Manual noch die AAAAI, die Konsensgruppe oder die kanadische Übersicht empfehlen eine eigene MCAS-Diät. Sie empfehlen, bekannte Auslöser zu meiden. Von breiten Allergie-Suchtests auf viele Lebensmittel rät die kanadische Übersicht ab, weil sie oft falsch-positive Ergebnisse liefern. Sinnvoller ist eine gezielte Testung auf das, was du vor einem Anfall gegessen hast. Willst du deine Ernährung umstellen, hol dir Unterstützung bei einer Diätologin oder einem Diätologen. Diätolog:innen sind in Österreich ein gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf nach dem MTD-Gesetz und arbeiten unter anderem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien. Ob jemand berechtigt ist, kannst du im öffentlich einsehbaren Gesundheitsberuferegister nachsehen.
Notfall Anaphylaxie: So handelst du richtig
Bei Anzeichen einer Anaphylaxie gilt immer: sofort die Rettung unter 144 rufen. Eine Anaphylaxie kann laut Gesundheitsportal bis zu Schock und Herzstillstand führen. Typische Anzeichen sind:
Atembeschwerden, pfeifende Atmung oder anhaltender Husten
Schwellung von Gesicht und Zunge, heisere Stimme, Schwierigkeiten beim Sprechen
Hautrötung, Juckreiz, Nesselausschlag, kalte oder feuchte Haut
Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Verwirrtheit oder Unruhe
Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall
Bewusstlosigkeit
So hilfst du dir oder anderen:
Notruf 144 wählen.
Hinlegen und die Beine hochlagern. Bei Atemnot lieber sitzen, mit ausgestreckten Beinen.
Hat die Person ein Notfallset mit Adrenalin, hilf ihr, sich das Adrenalin so schnell wie möglich selbst zu geben. Anderen ein Medikament verabreichen dürfen nur geschulte Personen.
Reagiert die Person nicht und atmet nicht normal, sofort mit der Wiederbelebung beginnen.
Auch wenn das Adrenalin wirkt, gehört die Person danach ins Krankenhaus. Selten kehren die Beschwerden innerhalb von etwa acht Stunden zurück, schreibt das Gesundheitsportal. Deshalb ist die Beobachtung im Krankenhaus wichtig.
Ein Notfallset enthält in der Regel eine Adrenalin-Fertigspritze, ein Antihistaminikum und ein Kortisonpräparat, bei Asthma manchmal auch ein Spray. Ob du ein Notfallset brauchst, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt und berät dich auch zur Anwendung. Für MCAS-Anfälle, die wie eine Anaphylaxie verlaufen, ist Adrenalin zum Selbstspritzen laut kanadischer Übersicht das wichtigste Mittel. Die AAAAI-Arbeitsgruppe empfiehlt, dass gefährdete Personen einen Adrenalin-Autoinjektor bei sich tragen, laut MSD Manual gilt das für Menschen mit Mastozytose grundsätzlich. Weihe Angehörige und Menschen, mit denen du viel Zeit verbringst, in dein Notfallset ein.
Wer hilft in Österreich, und was zahlt die Kasse?
Erste Anlaufstelle ist deine Hausärztin oder dein Hausarzt, von dort wirst du bei Bedarf weiter überwiesen. Für Beschwerden, die nach einer Allergie aussehen, nennt das Gesundheitsportal diese Stellen:
Erstkontakt: Hausärzt:innen, Primärversorgungseinheiten oder die telefonische Gesundheitsberatung 1450.
Fachärzt:innen mit Spezialisierung in Allergologie, etwa aus der Dermatologie, der Inneren Medizin, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder der Kinder- und Jugendheilkunde.
Allergieambulatorien und Allergieambulanzen in Spitälern: Dorthin wirst du bei Bedarf überwiesen.
Bei Beschwerden nach dem Essen: Fachärzt:innen für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Diätolog:innen.
Bei Verdacht auf eine Mastozytose gibt es am AKH Wien eine eigene Ambulanz für Mastozytose an der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie. Das Europäische Kompetenznetzwerk Mastozytose (ECNM) nennt in Österreich ein Exzellenzzentrum in Wien an der Medizinischen Universität Wien sowie Ansprechstellen in Linz, unter anderem am Kepler Universitätsklinikum. Diese Zentren sind auf Mastozytose ausgerichtet und nicht eigens auf MCAS.
Mit der e-card übernimmt deine Krankenversicherung alle notwendigen und zweckmäßigen Untersuchungen und Behandlungen, für manche Leistungen fällt ein Selbstbehalt an. Diätologische Beratung kannst du direkt in Anspruch nehmen. Damit die Sozialversicherung die Kosten ganz oder teilweise übernimmt, ist in der Regel eine ärztliche Verordnung nötig. Ohne Verordnung zahlst du selbst. Frag vorher bei deiner Krankenkasse nach.
Wiederkehrende Anfälle können Angst machen. Die kanadischen Autor:innen nennen Angst eine normale Reaktion auf solche unvorhersehbaren Ereignisse, in der Charité-Studie waren Depressionen und Angststörungen bei Menschen mit Verdacht auf MCAS häufig. Hol dir Unterstützung, etwa bei Psychotherapeut:innen oder Klinischen Psycholog:innen. In einer akuten seelischen Krise erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, Jugendliche finden bei Rat auf Draht unter 147 Hilfe.
Was jetzt tun?
Kläre mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob du ein Notfallset brauchst, und lass dir die Anwendung zeigen. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Kreislaufproblemen sofort die Rettung unter 144 rufen.
Führe ein Anfallstagebuch: Beginn, Dauer, Beschwerden je Organsystem, Essen, Medikamente, Anstrengung, Hitze und Stress davor.
Lass dich von deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt zu Fachärzt:innen mit Allergologie-Spezialisierung oder in eine Allergieambulanz überweisen.
Besprich, wie bei einem Anfall rasch Tryptase im Blut gemessen werden kann, und lass den Basalwert an einem beschwerdefreien Tag bestimmen.
Plane Ernährungsänderungen mit einer Diätologin oder einem Diätologen. Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Kasse die Kosten in der Regel ganz oder teilweise.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
Immer wieder kommen Hautrötung, Bauchkrämpfe und Schwindel plötzlich zusammen, und du fragst dich, ob deine Mastzellen dahinterstecken.
Hier erfährst du, welche Beschwerden zum Mastzellaktivierungssyndrom passen und welche eher nicht. Du liest, wie die Abklärung nach den anerkannten Kriterien abläuft, wer in Österreich dafür zuständig ist und was du bei einer Anaphylaxie sofort tun musst.
Welche Symptome passen zu MCAS?
Typisch für MCAS sind plötzliche Anfälle, bei denen mindestens zwei Organsysteme gleichzeitig betroffen sind und die nach einigen Stunden wieder abklingen. Fachleute beschreiben diese Anfälle als ähnlich einer Anaphylaxie, der schwersten Form einer allergieartigen Reaktion. Das Mastzellaktivierungssyndrom kann sich dabei so zeigen:
Haut: Juckreiz, oft am ganzen Körper und manchmal an Handflächen oder Fußsohlen beginnend, plötzliche Rötung (Flush), Nesselausschlag und Schwellungen.
Magen und Darm: krampfartige Bauchschmerzen, plötzlicher Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.
Herz und Kreislauf: Herzrasen, Schwindel, Verwirrtheit oder Ohnmacht, wenn der Blutdruck abfällt.
Atemwege, Nase und Augen: Atemnot, pfeifende Atmung, eine stark verstopfte oder rinnende Nase, Niesen und gerötete Augen.
Laut einer kanadischen Übersichtsarbeit von 2025 ähneln sich die Anfälle bei derselben Person oft stark, danach kann bis zu einem Tag Erschöpfung folgen. Schreib bei jedem Anfall auf, wann er begann, welche Beschwerden auftraten, wie lange er dauerte und was du davor gegessen, eingenommen oder getan hast.
Notfall: Bekommst du schlecht Luft, schwellen Gesicht oder Zunge an oder wird dir schwindlig bis zur Ohnmacht, ruf sofort die Rettung unter 144.
Ob Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Benommenheit von den Mastzellen kommen, ist ungeklärt. Das MSD Manual zählt Benommenheit („Brain Fog“) zu den möglichen Beschwerden bei MCAS. Laut der kanadischen Übersicht berichten manche Betroffene neben klaren Anfällen auch über Kopfschmerzen, Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, deren Ursache aber unklar ist. Treten solche Beschwerden allein und ohne abgegrenzte Anfälle auf, gelten sie dort nicht als Hinweis auf MCAS.
Lass anhaltende Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme deshalb auch auf andere Ursachen untersuchen. Eine vorschnelle MCAS-Diagnose kann laut einer Übersichtsarbeit von 2021 dazu führen, dass die eigentliche Erkrankung später erkannt und behandelt wird.
Spricht das für MCAS oder eher für etwas anderes?
Für MCAS spricht vor allem das Muster: klar abgegrenzte Anfälle statt Dauerbeschwerden. Diese Punkte nennt die kanadische Übersicht auf Grundlage der international vereinbarten Diagnosekriterien (Konsenskriterien).
Eher passend:
Die Beschwerden beginnen plötzlich und kommen wiederholt in Anfällen.
Bei jedem Anfall sind mindestens zwei Organsysteme beteiligt, etwa Haut und Darm.
Ein Anfall klingt innerhalb einiger Stunden ab, mit oder ohne Behandlung.
Eher nicht typisch:
Beschwerden, die dauernd da sind und nur stärker oder schwächer werden, ohne erkennbare Anfälle.
Beschwerden an nur einem Organsystem, zum Beispiel nur Gesichtsrötung.
Erschöpfung, Kopfschmerzen, Benommenheit, Gelenkschmerzen oder Blähungen für sich allein.
Oft wird MCAS mit POTS (Herzrasen beim Aufstehen), dem hypermobilen Ehlers-Danlos-Syndrom (überbewegliche Gelenke) oder Long COVID in Verbindung gebracht. Das MSD Manual bestätigt, dass diese Verbindung häufig beschrieben wird, ihre Art sei aber unklar. Laut kanadischer Übersicht wurde ein Zusammenhang bei Menschen, die die Konsenskriterien sicher erfüllen, bisher nie nachgewiesen. Beides schließt sich nicht aus: Dass Erkrankungen gemeinsam auftreten, heißt nicht, dass die eine die andere verursacht. Hast du eine dieser Diagnosen, werden ihre Beschwerden laut AAAAI-Arbeitsgruppe getrennt von den Fachärzt:innen des jeweiligen Gebiets behandelt.
Wie selten sich ein Verdacht bestätigt, zeigt eine Studie an einem Berliner Spezialzentrum (Charité, 2022). Von 100 Menschen mit Verdacht auf MCAS hatten 53 den Verdacht aus eigener Einschätzung. Bestätigt wurde MCAS am Ende nur bei 2 Prozent. Die Beschwerden belasteten die Teilnehmenden trotzdem stark. Bestätigt sich MCAS bei dir nicht, bitte deine Ärztin oder deinen Arzt, gemeinsam weiter nach der Ursache zu suchen.
Wie läuft die Abklärung ab?
Die Diagnose MCAS gilt nach den anerkannten Konsenskriterien nur, wenn drei Bedingungen gemeinsam erfüllt sind:
Typische Anfälle: schwere, wiederkehrende Beschwerden, die zu einer Ausschüttung von Mastzell-Botenstoffen passen und mindestens zwei Organsysteme betreffen.
Nachweis im Labor: Der Mastzell-Botenstoff Tryptase im Blut steigt während oder kurz nach einem Anfall deutlich über deinen eigenen Ruhewert, den Basalwert. Deutlich heißt: um mindestens 20 Prozent plus 2 ng/ml. Auf österreichischen Befunden steht die Tryptase oft in µg/l, das ist dieselbe Menge. Bei einem Basalwert von 5 ng/ml müsste der Anfallswert also über 8 ng/ml liegen. Ersatzweise zählen Abbauprodukte von Mastzell-Botenstoffen im Urin, etwa N-Methylhistamin oder Leukotrien E4. Sie sind aber weniger aussagekräftig als die Tryptase.
Ansprechen auf Behandlung: Die Beschwerden bessern sich mit Medikamenten, die Mastzellen oder ihre Botenstoffe hemmen.
Der Zeitpunkt der Blutabnahme ist entscheidend, weil die Tryptase nach einem Anfall nur einige Stunden erhöht bleibt. Am aussagekräftigsten ist die Blutabnahme laut der AAAAI-Arbeitsgruppe zwischen 30 Minuten und zwei Stunden nach Beginn des Anfalls. Auch eine Probe bis zu vier Stunden danach kann laut kanadischer Übersicht noch einen deutlichen Anstieg zeigen, die AAAAI-Arbeitsgruppe nennt sogar bis zu sechs Stunden. Je später die Abnahme, desto eher wird ein Anstieg verpasst. Den Basalwert misst man an einem beschwerdefreien Tag, laut AAAAI-Arbeitsgruppe frühestens 24 Stunden nach dem Abklingen aller Beschwerden. Die kanadischen Autor:innen raten, eine vorbereitete Laborzuweisung für die Tryptase-Messung beim Notfallset aufzubewahren. Frag deine Ärztin oder deinen Arzt danach.
Zeigt die Blutprobe keinen Anstieg, schließt das ein MCAS laut kanadischer Übersicht nicht aus, vor allem wenn die Abnahme spät erfolgte. Dann können die Abbauprodukte im Urin weiterhelfen: Dafür gibst du eine Urinprobe etwa drei bis sechs Stunden nach Beginn des Anfalls ab und vergleichst sie mit einer Probe an einem beschwerdefreien Tag.
Ein dauerhaft erhöhter Basalwert allein ist kein Zeichen für MCAS. Häufigste Ursache ist laut der kanadischen Übersicht eine erbliche Besonderheit, die hereditäre Alpha-Tryptasämie, die etwa 6 Prozent der Bevölkerung betrifft. Laut Gesundheitsportal können dauerhaft erhöhte Werte aber auch auf eine Mastozytose oder andere Erkrankungen des blutbildenden Systems hinweisen.
Fachstreit über weiter gefasste Kriterien
Daneben gibt es einen Vorschlag mit viel weiter gefassten Kriterien, dessen Autor:innen schreiben, MCAS betreffe bis zu 17 Prozent der Bevölkerung. Diese Gruppe hält zu seltene Diagnosen für das größere Problem. Mehrere Fachartikel kritisieren, dass diese Kriterien MCAS zu wenig von anderen Erkrankungen abgrenzen und zu Fehldiagnosen führen können. Eine verlässliche Zahl, wie häufig MCAS ist, gibt es derzeit nicht. Hast du schon eine Diagnose, lohnt es sich zu wissen, nach welchen Kriterien sie gestellt wurde und welche Laborwerte sie stützen. Das hilft bei jedem Arztwechsel, in der Notaufnahme und wenn du eine Zweitmeinung willst.
Mastozytose, Allergie, Histaminintoleranz: Was das für dich heißt
Die Begriffe Mastozytose, Allergie und Histaminintoleranz erklärt das Glossar. Für die Abklärung zählen drei praktische Folgen:
Mastozytose ausschließen: Eine Mastozytose kann selbst Ursache eines MCAS sein. Ob dafür ein Gentest im Blut oder eine Knochenmarkprobe nötig ist, entscheiden Fach ärzt:innen.
Nach dem Essen: Treten deine Anfälle vor allem ein bis zwei Stunden nach dem Essen auf, sollte laut kanadischer Übersicht gründlich nach einer Nahrungsmittelallergie gesucht werden.
Histaminintoleranz: Kein einzelner Labortest weist sie laut Gesundheitsportal verlässlich nach. Entscheidend sind ärztliche Befragung und ein Ernährungs- und Symptomtagebuch. Für Präparate mit dem Enzym DAO gibt es keine gesicherte Wirksamkeit.
Wie wird MCAS behandelt?
Behandelt wird mit Medikamenten gegen Mastzell-Botenstoffe und durch das Meiden bekannter Auslöser. Laut MSD Manual, AAAAI und kanadischer Übersicht kommen vor allem diese Wirkstoffgruppen infrage:
H1-Antihistaminika: meist der erste Schritt. Neuere Wirkstoffe werden bevorzugt, weil sie weniger müde machen.
H2-Antihistaminika: oft zusätzlich bei Magen-Darm-Beschwerden. Laut der kanadischen Übersicht ist dieser Nutzen nicht klar belegt, die AAAAI hält sie bei Bauchschmerzen und Übelkeit für hilfreich.
Mastzellstabilisatoren: Sie sollen verhindern, dass Mastzellen ihre Botenstoffe freisetzen.
Leukotrien-Hemmer: Sie blockieren eine weitere Gruppe von Botenstoffen.
Kortison soll laut AAAAI und kanadischer Übersicht nur als letzte Möglichkeit eingesetzt werden. Die kanadischen Autor:innen weisen darauf hin, dass die Belege für alle diese Behandlungen sehr begrenzt sind und vor allem auf Expert:innenmeinung beruhen. Sie betonen aber auch: Die meisten Betroffenen bekommen ihre Beschwerden mit H1-Antihistaminika ausreichend unter Kontrolle, manche brauchen dafür mehrere Medikamente, bei anderen gehen die Anfälle mit der Zeit ganz zurück. Wirkt die Behandlung gar nicht, spricht das laut AAAAI eher gegen MCAS.
Als Auslöser oder Verstärker nennen Fachquellen unter anderem körperliche Anstrengung, Hitze, Stress, Alkohol und bestimmte entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR). Dein Tagebuch kann Hinweise geben, welche davon für dich eine Rolle spielen. Nimm Medikamente nur nach ärztlicher Absprache ein, ändere die Dosis nicht selbst und setze nichts eigenmächtig ab.
Ernährung: individuell statt Pauschal-Diät
Weder das MSD Manual noch die AAAAI, die Konsensgruppe oder die kanadische Übersicht empfehlen eine eigene MCAS-Diät. Sie empfehlen, bekannte Auslöser zu meiden. Von breiten Allergie-Suchtests auf viele Lebensmittel rät die kanadische Übersicht ab, weil sie oft falsch-positive Ergebnisse liefern. Sinnvoller ist eine gezielte Testung auf das, was du vor einem Anfall gegessen hast. Willst du deine Ernährung umstellen, hol dir Unterstützung bei einer Diätologin oder einem Diätologen. Diätolog:innen sind in Österreich ein gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf nach dem MTD-Gesetz und arbeiten unter anderem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien. Ob jemand berechtigt ist, kannst du im öffentlich einsehbaren Gesundheitsberuferegister nachsehen.
Notfall Anaphylaxie: So handelst du richtig
Bei Anzeichen einer Anaphylaxie gilt immer: sofort die Rettung unter 144 rufen. Eine Anaphylaxie kann laut Gesundheitsportal bis zu Schock und Herzstillstand führen. Typische Anzeichen sind:
Atembeschwerden, pfeifende Atmung oder anhaltender Husten
Schwellung von Gesicht und Zunge, heisere Stimme, Schwierigkeiten beim Sprechen
Hautrötung, Juckreiz, Nesselausschlag, kalte oder feuchte Haut
Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Verwirrtheit oder Unruhe
Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall
Bewusstlosigkeit
So hilfst du dir oder anderen:
Notruf 144 wählen.
Hinlegen und die Beine hochlagern. Bei Atemnot lieber sitzen, mit ausgestreckten Beinen.
Hat die Person ein Notfallset mit Adrenalin, hilf ihr, sich das Adrenalin so schnell wie möglich selbst zu geben. Anderen ein Medikament verabreichen dürfen nur geschulte Personen.
Reagiert die Person nicht und atmet nicht normal, sofort mit der Wiederbelebung beginnen.
Auch wenn das Adrenalin wirkt, gehört die Person danach ins Krankenhaus. Selten kehren die Beschwerden innerhalb von etwa acht Stunden zurück, schreibt das Gesundheitsportal. Deshalb ist die Beobachtung im Krankenhaus wichtig.
Ein Notfallset enthält in der Regel eine Adrenalin-Fertigspritze, ein Antihistaminikum und ein Kortisonpräparat, bei Asthma manchmal auch ein Spray. Ob du ein Notfallset brauchst, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt und berät dich auch zur Anwendung. Für MCAS-Anfälle, die wie eine Anaphylaxie verlaufen, ist Adrenalin zum Selbstspritzen laut kanadischer Übersicht das wichtigste Mittel. Die AAAAI-Arbeitsgruppe empfiehlt, dass gefährdete Personen einen Adrenalin-Autoinjektor bei sich tragen, laut MSD Manual gilt das für Menschen mit Mastozytose grundsätzlich. Weihe Angehörige und Menschen, mit denen du viel Zeit verbringst, in dein Notfallset ein.
Wer hilft in Österreich, und was zahlt die Kasse?
Erste Anlaufstelle ist deine Hausärztin oder dein Hausarzt, von dort wirst du bei Bedarf weiter überwiesen. Für Beschwerden, die nach einer Allergie aussehen, nennt das Gesundheitsportal diese Stellen:
Erstkontakt: Hausärzt:innen, Primärversorgungseinheiten oder die telefonische Gesundheitsberatung 1450.
Fachärzt:innen mit Spezialisierung in Allergologie, etwa aus der Dermatologie, der Inneren Medizin, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder der Kinder- und Jugendheilkunde.
Allergieambulatorien und Allergieambulanzen in Spitälern: Dorthin wirst du bei Bedarf überwiesen.
Bei Beschwerden nach dem Essen: Fachärzt:innen für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Diätolog:innen.
Bei Verdacht auf eine Mastozytose gibt es am AKH Wien eine eigene Ambulanz für Mastozytose an der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie. Das Europäische Kompetenznetzwerk Mastozytose (ECNM) nennt in Österreich ein Exzellenzzentrum in Wien an der Medizinischen Universität Wien sowie Ansprechstellen in Linz, unter anderem am Kepler Universitätsklinikum. Diese Zentren sind auf Mastozytose ausgerichtet und nicht eigens auf MCAS.
Mit der e-card übernimmt deine Krankenversicherung alle notwendigen und zweckmäßigen Untersuchungen und Behandlungen, für manche Leistungen fällt ein Selbstbehalt an. Diätologische Beratung kannst du direkt in Anspruch nehmen. Damit die Sozialversicherung die Kosten ganz oder teilweise übernimmt, ist in der Regel eine ärztliche Verordnung nötig. Ohne Verordnung zahlst du selbst. Frag vorher bei deiner Krankenkasse nach.
Wiederkehrende Anfälle können Angst machen. Die kanadischen Autor:innen nennen Angst eine normale Reaktion auf solche unvorhersehbaren Ereignisse, in der Charité-Studie waren Depressionen und Angststörungen bei Menschen mit Verdacht auf MCAS häufig. Hol dir Unterstützung, etwa bei Psychotherapeut:innen oder Klinischen Psycholog:innen. In einer akuten seelischen Krise erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, Jugendliche finden bei Rat auf Draht unter 147 Hilfe.
Was jetzt tun?
Kläre mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob du ein Notfallset brauchst, und lass dir die Anwendung zeigen. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Kreislaufproblemen sofort die Rettung unter 144 rufen.
Führe ein Anfallstagebuch: Beginn, Dauer, Beschwerden je Organsystem, Essen, Medikamente, Anstrengung, Hitze und Stress davor.
Lass dich von deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt zu Fachärzt:innen mit Allergologie-Spezialisierung oder in eine Allergieambulanz überweisen.
Besprich, wie bei einem Anfall rasch Tryptase im Blut gemessen werden kann, und lass den Basalwert an einem beschwerdefreien Tag bestimmen.
Plane Ernährungsänderungen mit einer Diätologin oder einem Diätologen. Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Kasse die Kosten in der Regel ganz oder teilweise.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
Lee E, Picard M: Diagnosis and management of mast cell activation syndrome (MCAS) in Canada: a practical approach. Allergy Asthma Clin Immunol 2025, 21, 49 – PubMed Central – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12639879/ (abgerufen 2026-10-19)
Valent P u. a.: Mast Cell Activation Syndromes: Collegium Internationale Allergologicum Update 2022. Int Arch Allergy Immunol 2022, 183(7), 693–705 – PubMed Central – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9393812/ (abgerufen 2026-10-19)
Valent P u. a.: Updated Diagnostic Criteria and Classification of Mast Cell Disorders: A Consensus Proposal. HemaSphere 2021, 5(11), e646 – PubMed – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34901755/ (abgerufen 2026-10-19, Volltext PMC8659997)
Buttgereit T u. a.: Idiopathic mast cell activation syndrome is more often suspected than diagnosed – A prospective real-life study. Allergy 2022, 77(9), 2794–2802 – PubMed – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35364617/ (abgerufen 2026-10-19)
Gülen T u. a.: Selecting the Right Criteria and Proper Classification to Diagnose Mast Cell Activation Syndromes: A Critical Review. J Allergy Clin Immunol Pract 2021, 9(11), 3918–3928 – PubMed – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34166845/ (abgerufen 2026-10-19)
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