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Pseudoallergie

02:27

Auf den Punkt gebracht

Eine Pseudoallergie ist eine Reaktion, die wie eine Allergie aussieht, an der aber das Immunsystem nicht beteiligt ist. Auslöser können Bestandteile von Nahrungsmitteln sein, aber auch Medikamente wie Schmerzmittel oder Röntgenkontrastmittel. Klassische Allergietests bleiben dabei negativ.

Was ist eine Pseudoallergie?

Die Vorsilbe „pseudo“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „falsch“ oder „unecht“. Bei einer echten Allergie bildet das Immunsystem Antikörper der Klasse IgE gegen einen bestimmten Stoff. Bei einer Pseudoallergie fehlt diese Immunreaktion, die Beschwerden entstehen durch die Substanz selbst.

Das Gesundheitsportal verwendet den Begriff auch für Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Sie zeigen sich meist mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Möglich sind aber auch allergieähnliche Beschwerden wie Nesselausschlag, plötzliche Rötung von Gesicht und Hals, pulsierende Kopfschmerzen, Herzrasen oder Atembeschwerden. Wie stark sie ausfallen, hängt meist von der aufgenommenen Menge ab.

Wie gefährlich ist eine Pseudoallergie?

Bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten verlaufen die Reaktionen laut Gesundheitsportal milder als bei einer echten Allergie. Anders ist es bei Arzneimitteln und Kontrastmitteln. Röntgenkontrastmittel, Acetylsalicylsäure und andere nicht steroidale Antirheumatika oder Opioide können sogenannte anaphylaktoide Reaktionen auslösen, schon beim ersten Kontakt. Sie reichen von leicht bis schwer und können wie eine allergische Schockreaktion lebensbedrohlich werden. Die Beschwerden beginnen meist innerhalb von 15 Minuten nach dem Kontakt. Bei Atemnot, Schwindel oder Kreislaufproblemen ist sofort die Rettung unter 144 zu rufen.

Wie wird sie festgestellt?

Weil das Immunsystem nicht beteiligt ist, bleiben Allergietests negativ. Ein Ernährungs- und Symptomtagebuch kann bei Beschwerden nach dem Essen wichtige Hinweise geben. IgG-Tests auf Nahrungsmittel, die etwa über das Internet angeboten werden, eignen sich laut Gesundheitsportal nicht zur Abklärung. Erste Anlaufstellen sind Ärzt:innen für Allgemeinmedizin, Fachärzt:innen mit Spezialisierung in Allergologie und Allergieambulatorien.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (5)