balancio

Harald Sicheritz · Diagnose Knochenkrebs


Aus dem Leben | 26.08.2024

Gast: Harald Sicheritz | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 29.06.2024 | Dauer: 6:22 Min.

Beschreibung

Filmregisseur Harald Sicheritz spricht offen über seine Diagnose Knochenkrebs mit 30 Jahren – über die Chemotherapie in den späten 80er-Jahren, eine Knieprothese und warum er die Krankheit rückblickend als Glück empfindet.

Osteosarkom mit 30 Jahren

Mit 30 erfuhr Sicheritz, dass er einen hartnäckigen Knochenkrebs im rechten Knie hat, in der Fachsprache ein Osteosarkom. Nach der ersten Überraschung suchte er Menschen, die Ähnliches erlebt hatten. Das war damals schwierig, aber wertvoll. Die Chemotherapie beschreibt er als „sehr schwer auszuhalten“. Später wurde das Knie entfernt und durch eine Prothese ersetzt. In den 36 Jahren seither war nie mehr etwas.

Was von der Krankheit bleibt

Rückblickend ist Sicheritz überzeugt, dass diese lebensbedrohliche Krise positiv zur Entwicklung seiner Persönlichkeit beigetragen hat. Für ihn ist der Umgang damit eine sehr persönliche Sache und ein Stück Persönlichkeitsentwicklung. Halt gaben ihm vor allem Freundinnen und Freunde, denn in den Gesichtern der Familie sah er oft die Angst. Darum geht es im Video:
  • Wie sich eine lebensbedrohliche Diagnose mit 30 Jahren anfühlt
  • Warum der Austausch mit Leidensgenossinnen und Leidensgenossen hilft
  • Warum Freundinnen und Freunde in schweren Zeiten oft mehr Halt geben als die Familie

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Krebs, Krankheitsbewältigung und innere Stärke.
Es hilft, wenn man gute Freundinnen und Freunde hat.

Steckbrief: Harald Sicheritz

Bekannt als: Regisseur, Drehbuchautor & Produzent

Der Durchbruch im Austro-Kino

Der 1958 in Stockholm geborene und in Wien aufgewachsene Filmemacher prägte die heimische Filmlandschaft ab 1993 nachhaltig, als er mit der Kult-Komödie "Muttertag" (basierend auf dem Kabarettprogramm von Schlabarett) sein Kino-Regiedebüt feierte.

Rekorde & Meilensteine

Sicheritz führte Regie bei einigen der kommerziell erfolgreichsten österreichischen Kinofilme, darunter der Kassenmagnet "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Kinobesuchern sowie die Komödie "Poppitz" (2002).

Serien-Hits & TV-Erfolge

Auch im Fernsehen verantwortete er als Regisseur und Autor große ORF-Erfolge, unter anderem mit der Arbeitsplatz-Satire "MA 2412" (1998–2002), einigen Staffeln des Kaisermühlen-Blues und Folgen der Gesellschaftssatire "Vorstadtweiber" (2015–2022).

Ausgezeichnete Kultfigur

Als dreifacher Romy-Preisträger, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien (2013) und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2016) gilt Sicheritz als einer der prägenden Regisseure der österreichischen Filmkomödie, der den Wiener Schmäh massentauglich auf die Leinwand brachte.

Du möchtest selbst mit jemandem reden?
Auf balancio.at findest du Spezialist:innen in deiner Nähe, die dich begleiten.

Weitere Videos

Drehbücher schreiben

Drehbücher schreiben

Harald Sicheritz

Aus dem Leben
Die Geschichte von MA2412
Aus dem Leben
Der mentale Druck der Bühne
Aus dem Leben
Spagat Familie und Beruf
Aus dem Leben
Manipulation im TV
Aus dem Leben
Erfolg und Panikattacken
Aus dem Leben
Corona und Existenzängste
Aus dem Leben
Die Gefahr depressiver Rollen
Aus dem Leben
Die Herausforderungen des Alters
Aus dem Leben