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Harald Sicheritz · Die Geschichte von MA2412


Aus dem Leben | 13.08.2026

Gast: Harald Sicheritz | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 29.06.2024 | Dauer: 6:37 Min.

Beschreibung

Filmregisseur Harald Sicheritz erzählt die Geschichte der Kultserie MA 2412 – über echte Lacher aus dem Funkhaus, Tränen am letzten Drehtag und den Umgang mit Erwartungshaltungen beim Comeback.

Wie MA 2412 zur Kult-Sitcom wurde

Ende der 1990er-Jahre suchte der ORF eine Sitcom, die wirklich funktioniert. Statt Lachen aus der Konserve gab es bei MA 2412 eine echte Lachspur: Die fertigen Folgen wurden Publikum in einem Saal des Funkhauses vorgespielt. Dorfer und Düringer hatten gut recherchiert, vieles ist so oder ähnlich passiert und wurde nur überspitzt. Gedreht wurden 34 Folgen und zwei Spezialfolgen. Als der Ingenieur Breitfuß abgedreht war, hatte Roland Düringer Tränen in den Augen.

Erwartungshaltungen beim Comeback

Fast 20 Jahre später kehrten Weber und Breitfuß als Pensionisten zurück. Sicheritz drehte die ersten beiden Folgen, die mit allen Nachauswertungen rund 1,2 bis 1,3 Millionen Menschen sahen. Manche erwarteten trotzdem, dass alles wie früher ist. Sein Fazit: „Erwartungshaltungen sind etwas Irrationales.“ Verstehen könne man sie nicht, nur lernen, damit umzugehen. Solche Bewältigungsstrategien braucht es beim Filmemachen, weil vieles nicht beeinflussbar ist. Unbeeinflussbares hinzunehmen, ist ein Stück Resilienz im Filmgeschäft. Darum geht es im Video:
  • Warum MA 2412 mit echten Lachern statt Lachspur aus der Konserve arbeitete
  • Wie viele Folgen MA 2412 wirklich hat
  • Wie man mit den Erwartungen des Publikums umgeht

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Kult, Humor und den Umgang mit Erwartungen.
Erwartungshaltungen sind etwas Irrationales.

Steckbrief: Harald Sicheritz

Bekannt als: Regisseur, Drehbuchautor & Produzent

Der Durchbruch im Austro-Kino

Der 1958 in Stockholm geborene und in Wien aufgewachsene Filmemacher prägte die heimische Filmlandschaft ab 1993 nachhaltig, als er mit der Kult-Komödie "Muttertag" (basierend auf dem Kabarettprogramm von Schlabarett) sein Kino-Regiedebüt feierte.

Rekorde & Meilensteine

Sicheritz führte Regie bei einigen der kommerziell erfolgreichsten österreichischen Kinofilme, darunter der Kassenmagnet "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Kinobesuchern sowie die Komödie "Poppitz" (2002).

Serien-Hits & TV-Erfolge

Auch im Fernsehen verantwortete er als Regisseur und Autor große ORF-Erfolge, unter anderem mit der Arbeitsplatz-Satire "MA 2412" (1998–2002), einigen Staffeln des Kaisermühlen-Blues und Folgen der Gesellschaftssatire "Vorstadtweiber" (2015–2022).

Ausgezeichnete Kultfigur

Als dreifacher Romy-Preisträger, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien (2013) und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2016) gilt Sicheritz als einer der prägenden Regisseure der österreichischen Filmkomödie, der den Wiener Schmäh massentauglich auf die Leinwand brachte.

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