balancio

Harald Sicheritz · Drehbücher schreiben


Aus dem Leben | 14.08.2026

Gast: Harald Sicheritz | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 29.06.2024 | Dauer: 4:39 Min.

Beschreibung

Filmregisseur Harald Sicheritz spricht über Drehbücher schreiben im Team – über seine Anfänge mit Liedtexten, die Adaption von „Muttertag“ mit Dorfer und Düringer und warum Eitelkeiten beim Schreiben nichts verloren haben.

Vom Liedtext zum Drehbuch

Lange bevor er sich für Filme interessierte, schrieb Sicheritz rund 200 Liedtexte für seine Band und Artikel fürs Feuilleton. Sein Rat für alle, die Drehbücher schreiben wollen: so viele lesen, wie man in die Finger kriegt. Der Einstieg gelang mit der Leinwand-Adaption von „Muttertag“ gemeinsam mit Roland Düringer und Alfred Dorfer. Seither ist kreatives Schreiben für ihn meist Teamarbeit. Rund 30 Prozent seiner Bücher hat er allein geschrieben, alle anderen mit anderen Menschen.

Die bessere Idee gewinnt

Beim gemeinsamen Schreiben zählt für ihn nur die Sache: „die bessere Idee ist die bessere Idee“. Eitelkeiten haben alle, aber sie haben dort nichts verloren. Wichtig sind Sitzungen, bei denen alle körperlich anwesend sind, und jemand, der die Gedanken notiert. Schwierig wurde es nur einmal, mit einem Kollegen, der Konflikten auswich: Er stimmte allem zu und brachte zwei Wochen später etwas ganz anderes. Darum geht es im Video:
  • Wie man als Drehbuchautor anfängt
  • Warum gemeinsames Schreiben ohne Eitelkeiten funktioniert
  • Warum klare Worte im Team so wichtig sind

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Kreativität, Teamarbeit und Konfliktfähigkeit.
Die bessere Idee ist die bessere Idee.

Steckbrief: Harald Sicheritz

Bekannt als: Regisseur, Drehbuchautor & Produzent

Der Durchbruch im Austro-Kino

Der 1958 in Stockholm geborene und in Wien aufgewachsene Filmemacher prägte die heimische Filmlandschaft ab 1993 nachhaltig, als er mit der Kult-Komödie "Muttertag" (basierend auf dem Kabarettprogramm von Schlabarett) sein Kino-Regiedebüt feierte.

Rekorde & Meilensteine

Sicheritz führte Regie bei einigen der kommerziell erfolgreichsten österreichischen Kinofilme, darunter der Kassenmagnet "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Kinobesuchern sowie die Komödie "Poppitz" (2002).

Serien-Hits & TV-Erfolge

Auch im Fernsehen verantwortete er als Regisseur und Autor große ORF-Erfolge, unter anderem mit der Arbeitsplatz-Satire "MA 2412" (1998–2002), einigen Staffeln des Kaisermühlen-Blues und Folgen der Gesellschaftssatire "Vorstadtweiber" (2015–2022).

Ausgezeichnete Kultfigur

Als dreifacher Romy-Preisträger, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien (2013) und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2016) gilt Sicheritz als einer der prägenden Regisseure der österreichischen Filmkomödie, der den Wiener Schmäh massentauglich auf die Leinwand brachte.

Du möchtest selbst mit jemandem reden?
Auf balancio.at findest du Spezialist:innen in deiner Nähe, die dich begleiten.

Weitere Videos

Die Geschichte von MA2412
Aus dem Leben
Das eigene Verständnis von Regie
Aus dem Leben
Corona und Existenzängste
Aus dem Leben
Erfolg und Panikattacken
Aus dem Leben
Spagat Familie und Beruf
Aus dem Leben
Der mentale Druck der Bühne
Aus dem Leben
Die Gefahr depressiver Rollen
Aus dem Leben
Die Herausforderungen des Alters
Aus dem Leben
Manipulation im TV
Aus dem Leben