Dauer: 3:44 min28.10.2026
Gastronom Christian Pircher spricht offen über den Verlust seiner Mutter – über ihre Krebserkrankung, die gemeinsamen letzten Jahre und den Druck, gleichzeitig einen vollen Gastronomiebetrieb zu führen. Ein Teil der Leopoldauer Alm ist gegangen Im Jänner ist Pirchers Mutter an Krebs gestorben. Jeder, der seine Mutter verloren hat, wisse, „dass ein Teil von sich selber auch mitstirbt, wenn so etwas passiert“. Sie hatte die Leopoldauer Alm 1996 mit aufgebaut und viele Tage in der Küche verbracht. Nach den ersten Corona-Lockdowns zog Pircher, „Wiener durch und durch“, nach Niederösterreich in ein Haus bei seiner Mutter. Es folgten vier, fünf schöne Jahre. Silvester feierten sie noch zusammen, 18 Tage später war sie tot. Mentale Stärke im Betrieb Während seine Mutter im Sterben lag, musste Pircher 42, 43 Mitarbeiter:innen bei Laune halten und freundlich zu Gästen sein, die sich über ihren Tisch beschwerten. Diesen Druck auszuhalten, verlangte viel mentale Stärke: „Und da musst du drüberstehen, weil sonst explodierst du.“ Seine Trauer ist groß. Außer seiner Frau war die Mutter seine letzte Vertrauensperson, und sie hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Darum geht es im Video: Wie sich der Verlust der Mutter anfühlen kann Wie man einen Betrieb führt, während die eigene Mutter im Sterben liegt Warum ihm nun eine wichtige Vertrauensperson fehlt Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Trauer, Abschied und Verantwortung.