In meinem Job ist es wichtig, dass man Tools findet, wie man etwas aus dem Unbewussten ein bisschen ins Bewusste kehrt. Was will ich damit sagen? Also wenn ich z.B. ein Kabarettprogramm schreibe, ich nehme mir vor, morgen habe ich Zeit von sieben in der Früh bis acht am Abend, mir fällt aber von sieben in der Früh bis acht am Abend nichts ein an dem Tag, das ist nicht selten der Fall.
Und ich habe gelernt über eine Dame, die Gundl Kutschera die ist mittlerweile Mitte 80, unfassbar, Gundl, bitte mach es noch ein paar Jahre, die ist nur so fit und die hat eine Methode begründet, die sogenannte Resonanzmethode, im Rahmen derer gibt es verschiedene Tools, wo man sich bisschen selber überlisten kann, so nenne ich es gern. Also wir wissen ja, dass uns das Gehirn hauptsächlich unbewusst steuert, in sehr geringer Prozentsatz, da scheiden sich jetzt die Geister, aber man sagt ungefähr bei zwei Prozent liegt das bewusste Denken und die Gundl hat mir insofern geholfen, als sie mir bewusst gemacht hat, dass das Unbewusste so wichtig ist. Was heißt das jetzt in der Praxis? Wenn ich z.B.
merke, ich stehe wo an, Schreibblockade, ich bin gerade überhaupt nicht kreativ, ich muss es aber sein, dann beam ich mich woanders hin und das nenne ich mentalen Urlaub, mentaler Kurzurlaub. Das heißt z.B. dass ich mich in eine ganz wunderschöne Landschaft hinein denke, das spielt sich alles über Gedanken ab. Ich beame mich gedanklich in eine Landschaft was mir total gut gefällt, da habe ich eine ganz spezielle wo ich immer wieder bin, das ist mein mentaler Kraftplatz, so nenne ich das, ist ein gewisser Strand in Griechenland, wo ich viel Zeit als Kind verbracht habe.
Dort möchte ich übrigens auch mal ausgestreut werden, wenn ich stirbe, falls die anderen das nicht machen, dann sage ich euch das jetzt, bringt meine Asche nach Criopigi an den Strand und dort sitze ich dann an einem Felsen und dort lasse ich das Meer rauschen und dort werde ich mir meiner Sinne bewusst, wie riecht es dort, was höre ich für Geräusche, ist es warm, ist es kalt, ist es angenehm, ja natürlich, was greife ich, wie greift sich das an und wenn man sich diese ganz einfachen, vermeintlich einfachen Dinge so bewusst macht, kommt man in einen besseren Zustand, so banal das klingt, aber so kann ich mich manchmal überlisten und wenn ich das 20 Minuten mache, manchmal reichen 10 Minuten und ich wache wieder auf aus meiner wie ich es nenne, kleinen Trance, bin ich manchmal wie neu geboren, habe einen anderen Blickwinkel auf die Dinge und es geht wieder was weiter. Das ist so Sache, mir immer wichtiger geworden ist und hoffentlich verkalke ich nicht, dass ich das noch lang durchziehen kann, das ist das eine oder wenn man natürlich einen tatsächlichen, mini, kleinen mentalen Urlaub in die Natur machen kann, ist es genauso wichtig und wertvoll. Also ich gehe wahnsinnig gerne in Wald, weil die Bäume haben auf die meisten Fragen eine Antwort.