Als Kind war ich vier Jahre lang in Griechenland, von drei bis fast acht. Das war eine prägende Zeit, ich hab's geliebt, also das Umziehen von Österreich nach Griechenland war problemlos, weil in dem Alter hast du noch nicht irgendwie so enge Freunde. Die hab ich schnell dort unten gefunden, das waren hauptsächlich Deutsche oder halb-deutsche Halbgriechen. Das hat halt den Effekt, dass ich eigentlich kein Dialekt gesprochen hab damals, sondern wirklich Hochdeutsch, also richtig piefkinesisch.
Was wiederum zur Folge hatte, wie wir wieder zurückgezogen sind nach Österreich, war ich die totale Außenseiterin, weil keiner wollte neben dem sag ich bewusst, Piefkinesen sitzen. Ich hab ausgeschaut wie ein Bub, die haben mich zu irgendwelchen Burschen hingesetzt und ich konnte keinen Dialekt und den hab ich dann aber schnell lernen müssen in Plesching bei Linz in Oberösterreich. An das erinnere ich mich mit Schrecken, das Zurückkommen, aber die Zeit in Griechenland war, es könnte nicht schöner sein für ein Kind, der Sommer ist von März bis November, du hast das Meer vor der Haustür, die Mentalität dort ist so ein bissl anders wie bei uns, die Leute sind einfach noch offenherziger und lieben Kinder und lieben blonde Kinder.
Also das muss ich echt sagen, das war eine wunder-wunderschöne Zeit. Und das Zurückkommen dann, holla holla. Also ich weiß, was es heißt für ein Kind, wenn man gemobbt wird und gleich einmal Außenseiter ist und nicht akzeptiert wird. Dann muss du schauen, was du tust. Kinder können sehr grausam sein.