Zum Thema Schüchternheit. bin als Kind sehr schüchtern gewesen. Ich war einfach immer eine stille Beobachterin. Ich glaube, hat darin gemündet, dass ich sehr gut beobachten konnte irgendwann einmal und das auch gut auf die Bühne mittlerweile bringen kann. als Kind wollte meine Mutter dass ich Eiskunst laufe. Das hat mir nur bedingt Spaß gemacht, Zeit lang. Eigentlich habe ich so die wirklich... das ist ein Begriff "Eislauf-Mama". Die habe ich gehabt.
Die habe ich gehabt. Die wollten nämlich selber immer als Kind eislaufen. Das haben sie sich aber nicht leisten können, also habe ich eislaufen müssen. Und die Mama ist auf der Tribüne gesessen und hat zugeschaut. Fünfmal die Woche. Ein Alptraum. Und ich war da auch nicht besonders talentiert. Ich habe es dann irgendwann gemacht. Ich habe gemerkt, okay, das ist etwas was nicht alle kennen.
Das ist dann cool, wenn man so 13 14 ist und man fährt in der Eisdisco im Kreis. Dann kann ich halt eine Pirouette und die anderen nicht. Das war es aber dann auch schon wieder. Ansonsten habe ich mich meistens um den vorletzten Platz geprügelt bei irgendwelchen Wettkämpfen und das steigert auch nicht das Selbstbewusstsein. Und die Mama aber immer sagt, das musst du machen und weiter und weiter und hat mich in irgendein lilanes Eiskleid gepfercht.
Und ich war aber eher so die burschikose Leichtathletin vom Typus her. Das hätte ich auch viel lieber gemacht. Da war ich auch gut. Aber wie es halt so war. Ich glaube, das ist nicht gut, wenn man Kinder zu was zwingt, was sie gar nicht wollen und auch nicht so gut können. Was ich allerdings gelernt habe, dafür bin ich meinen Eltern dankbar, ist erstens Disziplin und zweitens auch etwas durchzuziehen, wo man sich vielleicht nicht ganz so wohl fühlt.
In solchen Situationen kommt man immer wieder im Leben. Es ist nicht immer alles auf der Honigseite, Butterseite, wie sagt man? Ja, die Pickerte. Nein, die weiche, die gute, die süße. Wisst, was ich meine? Es fällt kein Meister vom Himmel. Man muss was tun. Also wer nichts hackelt, wer nicht dran bleibt, wird selten irgendwie was werden. Und irgendwann einmal, so mit 14 15 in der Schule, bin ich draufgekommen, dass ich Lehrer ganz gut imitieren kann.
Da habe ich ein Talent entdeckt, von dem niemand wusste. Und damit habe ich ganze Klasse unterhalten. Und ein Schulfreund von mir, ist mittlerweile leider Gottes tragisch verstorben, aber der hat mit 15 zu mir gesagt, du wirst einmal Kabarettistin. Und ich habe gesagt, aber das kann ich gar nicht. kann euch da jetzt ein bisschen was... Nein, das wirst du noch nicht, aber das wirst du werden.
Und das muss ich oft denken. Und wie es dann so weit war dass ich mich entschieden habe, die Schauspielschule zu besuchen und meine Eltern davon überzeugen musste, ist das irgendwie... Ich bin wirklich vom jetzt würde ich sagen hässlichen Entlein, aber so plötzlich ist der Schwan aufgeploppt in mir, weil ich mich ein bisschen befreit habe von diesen alten Zwängen und das muss sein und so muss das sein., Manchmal bewirkt das Gegenteil das Gegenteil.
Und dafür bin ich meinen Eltern wieder dankbar. Weil wenn die nicht so gewesen wären, sie waren, dann wäre ich jetzt nicht dort, ich bin. Auch wenn der Weg manchmal steinig ist, ist er irgendwann einmal flutschend. Und das ist passiert. Gott sei Dank.