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Konfliktmanagement

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Auf den Punkt gebracht

Konfliktmanagement bezeichnet den bewussten Umgang mit Konflikten, etwa im Beruf oder in der Familie. Es umfasst nicht nur die Lösung eines Streits, sondern auch die Vorbeugung und das Eindämmen, bevor ein Konflikt eskaliert. Bei festgefahrenen Konflikten kann eine neutrale Vermittlung helfen.

Was ist Konfliktmanagement?

Konflikte sind laut Gesundheitsportal Spannungssituationen, in denen zwei oder mehr Personen ihre Interessen oder Ziele vertreten. Sie beginnen oft mit kleinen Unstimmigkeiten, in offenen Konflikten spielen Gefühle eine starke Rolle. Ungelöste Konflikte werden häufig zur Belastung und können Stress, Ärger und Ängste auslösen. Gut gelöste Konflikte können dagegen allen Beteiligten Vorteile bringen.

Konfliktmanagement setzt deshalb früher an als die bloße Konfliktlösung. Ein Fachartikel von 2012 beschreibt es als Begriff, der die Lösung von Konflikten einschließt, aber auch Vorbeugung und Eindämmung umfasst.

Woher kommt der Begriff?

Das Wort „Konflikt“ wurde im 18. Jahrhundert aus dem Lateinischen übernommen. „Conflictus“ bedeutet dort Zusammenstoß oder Kampf und gehört zum Verb „confligere“ für zusammenschlagen oder zusammenstoßen. „Konfliktmanagement“ ist auch der Titel eines Buchs von Friedrich Glasl, auf das sich das Lexikon der Psychologie bei der Beschreibung von Eskalationsstufen stützt.

Wie eskalieren Konflikte?

Konflikte entwickeln oft eine Eigendynamik, die keine Seite gewollt hat. Glasl beschreibt diesen Ablauf in neun Stufen, die sich zu drei Phasen bündeln. In den ersten drei Stufen nehmen Spannungen, verhärtete Standpunkte und Provokationen zu, beide Seiten wollen das Problem aber noch gemeinsam lösen.

Ab der vierten Stufe geht es darum, selbst zu gewinnen und die andere Seite verlieren zu lassen. Auf Stufe fünf ist kein Vertrauen mehr vorhanden, auf Stufe sechs bestimmen Drohungen das Geschehen. In der letzten Phase steht die Schädigung des Gegners im Vordergrund, auf der neunten Stufe sogar um den Preis des eigenen Untergangs. Bis zu welcher Stufe ein Coaching noch passt, erklärt der Glossarbegriff „Konfliktcoaching“.

Wie lässt sich Konflikten vorbeugen?

Vorbeugung beginnt bei den Rahmenbedingungen und beim Umgangston. Im Betrieb helfen laut Gesundheitsportal eine offene Informationspolitik sowie klar beschriebene Aufgaben und Unternehmensziele. Auch ein wertschätzender Führungsstil und die Einbindung der Mitarbeiter:innen in Entscheidungen bieten wenig Boden für Konflikte.

In der Familie ist laut Gesundheitsportal gute Kommunikation bei Konflikten hilfreich. Dazu gehören Ich-Botschaften ohne Schuldzuweisungen und echtes Zuhören. Mehr dazu erklären die Glossarbegriffe „Aktives Zuhören“ und „Gewaltfreie Kommunikation“. Bei sehr belastenden Familienkonflikten verweist das Gesundheitsportal auf Familienberatungsstellen und auf Rat auf Draht unter 147.

Wie werden Konflikte gelöst?

Eine wichtige Voraussetzung ist laut Gesundheitsportal, dass alle Beteiligten eine Lösung wirklich wollen. Der erste Schritt ist laut Gesundheitsportal, Thema, Beteiligte und Ursachen zu klären und nicht nur den unmittelbaren Auslöser. Danach werden Lösungen oder Kompromisse gesucht, die für alle Seiten möglich sind. Nach einem heftigen Wortwechsel erleichtert oft eine kurze Pause das weitere Gespräch.

Als wichtigste Wege im Beruf nennt das Gesundheitsportal Durchsetzen, Nachgeben und den Kompromiss, die jeweils Vor- und Nachteile haben. Manche Unternehmen bieten ein betriebliches Konfliktmanagement an, bei dem sich Betroffene an neutrale Vertrauenspersonen wenden können. Bei schwierigen Konflikten kann eine Mediatorin oder ein Mediator vermitteln, mehr dazu im Glossarbegriff „Mediation“.

Wo liegen die Grenzen?

Konflikte können in Beleidigungen, Mobbing, sexuelle Belästigung oder körperliche Übergriffe übergehen. Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, Gesundheit und Würde ihrer Beschäftigten zu schützen. Im Betrieb können sich Betroffene laut Gesundheitsportal an Betriebsrat, Arbeitsmedizin oder Personalverantwortliche wenden, außerhalb etwa an die Arbeiterkammer.

Bei Gewalt in der Familie nennt das Gesundheitsportal unter anderem die Frauenhelpline unter 0800 222 555 und die Männerberatung unter 0800 400 777. Im Akutfall hilft der Polizeinotruf unter 133.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (7)