balancio

Aktives Zuhören

02:28

Auf den Punkt gebracht

Aktives Zuhören ist eine Gesprächstechnik, bei der die zuhörende Person dem Gegenüber ihre volle Aufmerksamkeit schenkt, nachfragt und das Gehörte in eigenen Worten zusammenfasst. So zeigt sie Interesse und prüft zugleich, ob sie richtig verstanden hat. Beschrieben wurde die Technik als Methode der psychotherapeutischen Gesprächsführung.

Was ist aktives Zuhören?

Aktiv zuzuhören heißt, sich selbst zurückzunehmen und dem Gegenüber ganz zu folgen, ohne gedanklich schon die eigene Antwort vorzubereiten. Ein Infotext der Hochschule Osnabrück nennt drei Bestandteile. Das Gesagte wird aufmerksam verfolgt, die Botschaft verstanden und ihr gefühlsmäßiger Inhalt gespiegelt. Voraussetzung ist ehrliches Interesse und die Bereitschaft, eigene Deutungen vorerst zurückzuhalten.

Woher kommt aktives Zuhören?

Als Methode beschrieben hat das aktive Zuhören laut Hochschule Osnabrück der Psychologe Carl R. Rogers. Der US-Amerikaner lebte von 1902 bis 1987. Auf ihn gehen die Klientenzentrierte und die Personzentrierte Psychotherapie zurück, in denen empathisches Verstehen eine zentrale Rolle spielt.

Wie funktioniert aktives Zuhören?

Aktives Zuhören zeigt sich in Haltung, kleinen Signalen und Rückfragen. Dazu gehören eine zugewandte Körperhaltung, Blickkontakt, Nicken und kurze Rückmeldungen wie „mhm“. Rückfragen helfen, das Gesagte richtig einzuordnen. An passender Stelle fasst die zuhörende Person zusammen, was sie verstanden hat, etwa mit „Ich habe das jetzt so verstanden, dass …“. Das zeugt laut Gesundheitsportal von engagiertem Zuhören.

Wo wird aktives Zuhören eingesetzt?

Aktives Zuhören wird in vielen Berufen und im Alltag genutzt. Die Hochschule Osnabrück nennt Gespräche zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, Coaching und Pädagogik. Das Arbeitsmarktservice zählt die Fähigkeit dazu zu den Voraussetzungen für Coaches. Das Gesundheitsportal empfiehlt aktives Zuhören in der Familie, weil Gedanken und Gefühle leichter geteilt werden, wenn jemand Interesse zeigt. Auch Angehörigen von Menschen mit Demenz rät es zu empathischem und aktivem Zuhören.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (5)