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Roland Düringer · Selbstreflexion und Lebenswandel


Aus dem Leben | 18.09.2026

Gast: Roland Düringer | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 19.09.2024 | Dauer: 8:17 Min.

Beschreibung

Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer spricht über Selbstreflexion und seinen Lebenswandel – über Jahre im Erfolgsmodus, eine Stimme, die nicht mehr mitmachte, und die Frage, wer er ohne seine Rolle als Roland Düringer ist.

Wenn der Körper ein Zeichen gibt

Von Mitte der 80er Jahre bis zur Jahrtausendwende ging es für Düringer immer um mehr: mehr Zuschauer, mehr Auftritte, mehr Medien. Die Gefahr sei, irgendwann das Bild der anderen für sich selbst zu halten. Er spielte fünfmal pro Woche in großen Sälen, ging abends heiser ins Bett und wachte nicht erholt auf. Da stellte sich für ihn die Frage: „Was bin ich, wenn ich nicht mehr dieser Roland Düringer bin?“

Weglassen als Experiment

Düringer änderte die Inhalte seiner Programme und beschäftigte sich mit Fragen nach dem Menschen, dem Denken und dem Leben. Eineinhalb Jahre verzichtete er auf Handy, E-Mail, Zeitung, Fernseher und Auto, als bewusste Selbsterfahrung. Was andere über ihn denken, ist ihm heute egal. Nach außen blieb vieles gleich, doch innerlich hat er sich komplett verändert, ein Stück echte Persönlichkeitsentwicklung. Darum geht es im Video:
  • Wie er gemerkt hat, dass sein Erfolgsmodus keinen Sinn mehr macht
  • Warum er Handy, Auto und Zeitung eineinhalb Jahre weggelassen hat
  • Wie er sich von der Meinung anderer gelöst hat

„Weil wichtig ist nicht der Erfolg von etwas, sondern wie geht es mir, während ich das tue.“ Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Selbstreflexion und Veränderung.
Wichtig ist nicht der Erfolg von etwas, sondern wie geht es mir, während ich das tue.

Steckbrief: Roland Düringer

Bekannt als: Kabarettist, Schauspieler & Autor

Die Anfänge im Ensemble

Der 1963 in Wien geborene Künstler absolvierte eine HTL und schloss sich 1985 der wegweisenden Kabarettgruppe "Schlabarett" an, was den Grundstein für seine jahrzehntelange Bühnenpräsenz legte.

Rekorde an den Kinokassen

Düringer schrieb und spielte Hauptrollen in einigen der erfolgreichsten österreichischen Film- und Fernsehproduktionen der 1990er-Jahre, allen voran der Kinorekord-Hit "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Zusehern sowie die ORF-Kultserie "MA 2412" (1998–2002).

Zwischen Systemkritik und „Mainstream“

Nach seiner Wandlung zum philosophischen Gesellschaftskritiker – u. a. mit seiner "Wutbürger"-Rede in "Dorfers Donnerstalk" (ORF, 2011) – und der Gründung des politischen Projekts "Meine Stimme G!LT" (2016) feierte er eine vielbeachtete Rückkehr zum „Mainstream“. Mit "Regenerationsabend 2.0" (Premiere 2022) knüpfte er an die klassischen Kabarett-Elemente seiner früheren Erfolge wie "Benzinbrüder" an.

Kulturelle Instanz

Vom pointierten Darsteller klassischer, österreichischer Archetypen entwickelte er sich über die Jahrzehnte zu einem Vordenker, der in der heimischen Kulturszene sowohl für sein humoristisches Handwerk als auch für seine kritische Distanz zu Konsumzwang und Politik geschätzt wird.

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