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Roland Düringer · Lampenfieber kenne ich nicht


Aus dem Leben | 13.09.2026

Gast: Roland Düringer | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 19.09.2024 | Dauer: 6:36 Min.

Beschreibung

Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer erzählt, warum er kein Lampenfieber kennt – über seine Kindheit hinter den Kulissen des Burgtheaters, Motocross als Weg aus der Angst und Nervosität beim Sport statt auf der Bühne.

Raus aus der Angstblase

Sein Vater war Garderobier im Burgtheater, und schon als kleiner Bub lernte Düringer das Theater von hinten kennen. Daheim wuchs er nach eigenen Worten in einer „Angstblase“ auf. Das änderte sich, als ihn der Schauspieler Herwig Seeböck zum Motocross mitnahm. Mit zwölf fuhr er selbst Rennen, und die Angst war weg. Später besuchte er Seeböcks Schauspielunterricht und merkte, dass die Leute lachten, sobald er auf der Bühne etwas machte.

Wie der Hund auf der Bühne

Nervös war Düringer nur bei Motorradrennen, Mountainbike-Rennen oder beim Sportfechten. Auf der Bühne macht er sich keinen Stress, gut sein zu müssen, denn das Publikum weiß nicht, ob etwas Absicht oder ein Fehler ist. Sein Lehrer gab ihm mit: „Das Ziel muss sein, dass du der Hund auf der Bühne bist.“ Darum geht es im Video:
  • Warum er auf der Bühne kein Lampenfieber kennt
  • Wie Motocross ihm half, seine Angst zu verlieren
  • Warum Druck und der Gedanke an andere viele Schauspielschüler hemmen

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Lampenfieber, Nervosität und das Wissen um die eigenen Grenzen.
Ich weiß genau, wo meine Grenzen sind.

Steckbrief: Roland Düringer

Bekannt als: Kabarettist, Schauspieler & Autor

Die Anfänge im Ensemble

Der 1963 in Wien geborene Künstler absolvierte eine HTL und schloss sich 1985 der wegweisenden Kabarettgruppe "Schlabarett" an, was den Grundstein für seine jahrzehntelange Bühnenpräsenz legte.

Rekorde an den Kinokassen

Düringer schrieb und spielte Hauptrollen in einigen der erfolgreichsten österreichischen Film- und Fernsehproduktionen der 1990er-Jahre, allen voran der Kinorekord-Hit "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Zusehern sowie die ORF-Kultserie "MA 2412" (1998–2002).

Zwischen Systemkritik und „Mainstream“

Nach seiner Wandlung zum philosophischen Gesellschaftskritiker – u. a. mit seiner "Wutbürger"-Rede in "Dorfers Donnerstalk" (ORF, 2011) – und der Gründung des politischen Projekts "Meine Stimme G!LT" (2016) feierte er eine vielbeachtete Rückkehr zum „Mainstream“. Mit "Regenerationsabend 2.0" (Premiere 2022) knüpfte er an die klassischen Kabarett-Elemente seiner früheren Erfolge wie "Benzinbrüder" an.

Kulturelle Instanz

Vom pointierten Darsteller klassischer, österreichischer Archetypen entwickelte er sich über die Jahrzehnte zu einem Vordenker, der in der heimischen Kulturszene sowohl für sein humoristisches Handwerk als auch für seine kritische Distanz zu Konsumzwang und Politik geschätzt wird.

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