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Harald Sicheritz · Muttertag und Erfolg


Aus dem Leben | 15.12.2024

Gast: Harald Sicheritz | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 29.06.2024 | Dauer: 4:27 Min.

Beschreibung

Filmregisseur Harald Sicheritz erzählt von „Muttertag“ und der Frage nach Erfolg – über eine „Gemeindebauoperette“, fünf Darsteller:innen in 29 Rollen und darüber, was Erfolg für jeden selbst bedeutet.

Fünf Menschen in 29 Rollen

Anfang der 90er-Jahre sah Sicheritz das Bühnenstück von Dorfer und Düringer und war begeistert. Für den Film wollte er das Prinzip übernehmen: Fünf Menschen spielen 29 Rollen, Erwachsene spielen auch Kinder. Wohlmeinende Menschen rieten davon ab, doch alle waren „wild entschlossen“. Der Film kam mit wenigen Kopien in die Kinos und erreichte knapp über 80.000 Zuschauer:innen. Der eigentlich merkbare Erfolg: Viele sahen ihn drei-, vier-, fünfmal.

Was ist Erfolg?

Für Sicheritz hat Erfolg zwei Dimensionen. Die eine ist persönlich: Was habe ich mir vorgenommen und habe ich es geschafft? Das ist eine Frage der eigenen Werte und Ziele. Ein Ziel zu erreichen, das man sich selbst gesteckt hat, stärkt die Selbstwirksamkeit. Die andere Dimension ist gesellschaftlich und wesentlich irrationaler: Erfolg entsteht „im Auge der Betrachterin oder im Auge des Betrachters“. Darum geht es im Video:
  • Wie aus dem Bühnenstück „Muttertag“ ein Film wurde
  • Warum Erfolg im Auge der Betrachter:innen entsteht
  • Wie man persönlichen Erfolg für sich selbst beurteilt

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Erfolg, Mut und eigene Maßstäbe.
In Wahrheit entsteht da Erfolg im Auge der Betrachterin oder im Auge des Betrachters.

Steckbrief: Harald Sicheritz

Bekannt als: Regisseur, Drehbuchautor & Produzent

Der Durchbruch im Austro-Kino

Der 1958 in Stockholm geborene und in Wien aufgewachsene Filmemacher prägte die heimische Filmlandschaft ab 1993 nachhaltig, als er mit der Kult-Komödie "Muttertag" (basierend auf dem Kabarettprogramm von Schlabarett) sein Kino-Regiedebüt feierte.

Rekorde & Meilensteine

Sicheritz führte Regie bei einigen der kommerziell erfolgreichsten österreichischen Kinofilme, darunter der Kassenmagnet "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Kinobesuchern sowie die Komödie "Poppitz" (2002).

Serien-Hits & TV-Erfolge

Auch im Fernsehen verantwortete er als Regisseur und Autor große ORF-Erfolge, unter anderem mit der Arbeitsplatz-Satire "MA 2412" (1998–2002), einigen Staffeln des Kaisermühlen-Blues und Folgen der Gesellschaftssatire "Vorstadtweiber" (2015–2022).

Ausgezeichnete Kultfigur

Als dreifacher Romy-Preisträger, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien (2013) und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2016) gilt Sicheritz als einer der prägenden Regisseure der österreichischen Filmkomödie, der den Wiener Schmäh massentauglich auf die Leinwand brachte.

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