Ich erinnere, dass ich Anfang der 90er-Jahre von den mir bekannten Herren Dorfer und Düringer eingeladen wurde zur Premiere eines neuen Stückes. Ich ging dahin und sah Muttertag auf der Bühne und war begeistert, weil das für mich zwar auf einer Bühne aber das war so etwas wie eine Gemeindebauoperette. Das hat mich total angetörnt und ich damals noch ein aktiverer Musiker als heute.
Da dachte ich, da bringen wir auch Musik unter und das wird alles sehr spannend. Dann war das Prinzip des Bühnenstücks, dass die fünf Menschen die agiert haben auf der Bühne, mehrere Rollen gespielt haben. Das war dann gar nicht so weit, wie der Fred Dorfer und der Roland Düringer mit mir begonnen haben, das Drehbuch zu schreiben, hat sich bei mir herauskristallisiert, dass ich schon sehr gerne hätte, dass man das in den Filmen übersetzt, dass eben fünf Leute in 29 Rollen spielen, wie es im Film Muttertag der Fall ist.
Auch wohlmeinende Menschen haben uns damals davon abgeraten, das kann man nicht machen, dass Erwachsene Kinder spielen, ist bitte das was zu bleiben. Aber wir waren dann doch wild entschlossen, alle, und haben das dann so gemacht. Irgendwann war dann der Film fertig, wir mochten ihn alle. Es fand sich dann auch ein Verleiher und der hat halt ohne besondere Beurteilung des Films gesagt, zwei Kopien machen, und es wurde dann noch eine dritte Kopie gezogen und so kamen wir auf irgendwas knapp über 80.000 Zuschauer, was zu keiner Zeit gar nichts war, aber es war jetzt auch nicht von Blockbuster Format.
Das war es dann und es gab Menschen, den schon damals begonnen haben, den Film drei vier fünfmal anzusehen, weil der eignet sich dazu. Und das war eigentlich der Erfolg, merkbare Erfolg. Ich könnte an dieser Stelle wo es sich gerade anbietet, auch über Erfolg im Allgemeinen sagen. glaube, das ein Erfolg ist, das hat zwar komplett verschiedene Dimensionen. Die eine ist die sehr persönliche, was empfinde ich als Erfolg, was ist ein Ziel, das ich mir gesteckt habe und das ich gegebenenfalls erreiche.
Und die wesentlich viel besprochene, bewusste Sache in einer Gesellschaft ist, was sehen die Menschen als Erfolg, was kommt als Erfolg an oder wird als Erfolg kolportiert. Daher gibt es auch dann die Reaktion, die ist nicht meine, die sagen, Erfolg ist das, was die anderen haben. Das ist überspitzt formuliert. Aber in Wahrheit entsteht da Erfolg im Auge der Betrachterin oder im Auge des Betrachters.
Und dann gibt es natürlich halt die Menschen, die es als Beruf gewählt haben, solche Dinge zu kritisieren, um ihre Meinung anderen Leuten zum Teilen anzubieten. Aber das sind wie gesagt, zwei verschiedene Dinge und der erstgenannte Fall, also was ist für mich Erfolg, was empfinde ich selbst als Erfolg, das ist was eigentlich sehr Privates und mit dem sollte man dann als einigermaßen in sich ruhender Mensch umgehen können. Man kann relativ leicht beurteilen, man kann sagen, ok, das habe ich mir vorgenommen, wenn ich mir das Ergebnis ansehe, habe ich es geschafft oder habe ich es nicht geschafft.
Das hat aber mit dem anderen, das ist wesentlich irrationaler, nur sehr bedingt was zu tun. Also es gibt Filme, die ich besonders gerne unter meinen habe, die kennt man, die sie gesehen haben, sagen ja super oder gefällt mir, aber das hat natürlich einen ganz anderen Stellenwert als für einen selbst.