Ich kann mich erinnern, ich war damals in einem Kabarettduo mit dem Gerhard Walter und da haben wir den ersten Auftritt gehabt in der Brauerei in Schwechat und hatten aber nur eine Halbzeit und die zweite Halbzeit hat der Herwig Seeböck, umgekehrt eigentlich die erste Halbzeit hat unser Lehrer, der Herwig Seeböck, bestritten. Und dann haben wir 40 Minuten, glaube ich, gehabt zum Vorführen. Und da hatte ich die Aufgabe, dass ich ein Glas nehme und daraus trinke.
Das habe ich gleich wieder hingestellt. Glas trinken geht nicht auf der Bühne. Da war es ganz arg. Was wegfällt, ist die Angst. Was geblieben ist, ist der unglaubliche Respekt, auf die Bühne zu gehen. Der Herwig hat immer gesagt: „Das ist ein heiliger Ort und geh nicht heraus, wenn du nichts zu sagen hast." Und ich sage, da kommen heute, weiß ich nicht, wie viel es heute sind, es ist zurzeit voll. Es kommen ganz viele Menschen, die nehmen sich Zeit, die kaufen sich eine Karte, checken einen Babysitter.
Wir wissen alle, dass es nicht so einfach ist, einfach das Haus zu verlassen und wohin zu gehen und schenken mir ihre Zeit und mit der möchte ich sorgsam umgehen. Lampenfieber habe ich insofern, als dass ich weiß, wie eine gute Vorstellung ausschaut. Und wenn ich heute da heruntergehe von der Bühne, wäre es schön, wenn ich das Gefühl habe, dass ich sage, das war eine von den guten.
Weil wenn es eine andere war, dann war es vielleicht eine bessere. Oder es ist irgendetwas nicht gelungen. Also ganz nicht gelingen kann es ja gar nicht, sage ich jetzt einmal. Vielleicht trete ich heute den Beweis an, dass das schon auch geht.