Umgang mit Stress, da gibt es für mich kein Regelwerk. Das schaffe ich gar nicht. Ich bin grundsätzlich schon sehr koordiniert, musste aber erst lernen, Nein sagen. Und kaum habe ich Nein gesagt, denke ich mir: Warum hast du jetzt Nein gesagt? Das wäre sich schon ausgegangen irgendwie, weil ich ein Getriebener bin im weiteren Sinne. Ich habe diese große Lust, 1.000 Sachen erleben zu wollen.
Ich habe da einmal eine Serie darüber geschrieben, die hat geheißen: „Ein Tag im Leben von". Ich würde gerne auch mit euch zum Beispiel einen Tag mit euch mitgehen. Schauen, wie das ist. Ihr baut das da auf. Ich würde gerne einen Tag ein Bestatter sein. Ich würde gerne Hochspannungstechniker sein. Ich würde gerne als Mistkübler mitfahren. Ich würde gerne Filme schreiben. Das habe ich jetzt gerade abgehakt.
Das geht sich aus. Und Kabarett spielen. Insofern, wenn ich zwei Tage ruhig sitze, finde ich es schön, aber dann denke ich mir: „Da hätte ich schon etwas machen können. Da hätte ich schon wieder etwas ausprobieren können." Ich bin ein positiv ruheloser Geist. Zurzeit lerne ich gerade Nein sagen. Schaffe ich gut. Schaffe drei Tage, dass ich dann sage: „Nein, es geht nur mit dem Hund in den Wald spazieren."
Ich merke, zwei, drei, vier Stunden am Tag dazwischen sollte man frei haben. Dass man auch irgendwo einen Rhythmus findet, wenn man trainieren geht oder wenn man laufen geht oder was auch immer man macht, dass man sagt, das sind meine Jour fixe und die halte ich ein. Weil wenn die dann auch wegfallen, arbeitest du den Terminkalender ab. Aber mein großes Glück im Leben ist ja, dass den Terminkalender ich anfülle.
Ich baue mir mein Leben zu 99 % selbst und das macht mich zu einem grundglücklichen Menschen.