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Paul Tesarek · Eine Elefantenrunde mit Folgen


Aus dem Leben | 26.08.2024

Gast: Paul Tesarek | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 06.06.2024 | Dauer: 2:46 Min.

Beschreibung

ORF-Journalist Paul Tesarek erzählt vom Shitstorm nach einer TV-Diskussion im Jahr 2015 – über einen Versprecher vor mehr als einer Million Zuschauern, heftige Beschimpfungen und den Weg zurück.

Vom Highlight zum Tiefpunkt der Karriere

2015 moderierte Tesarek als Chefredakteur des Landesstudios Wien die Live-Diskussion der Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten. Ihm passierten zwei Fehler, unter anderem sprach er die NEOS-Spitzenkandidatin Meinl-Reisinger als „Frau Reindl-Meisinger“ an. Es folgte ein enormer Shitstorm in Zeitungen, sozialen Medien und Mails, man unterstellte ihm politische Absichten. Statt eines Highlights war es „der Tiefpunkt meiner Karriere“. In dieser Krise war er zwei Tage lang „völlig am Boden zerstört“.

Wieder aufstehen und Kritik unterscheiden

Anders als Freunde rieten, las Tesarek alles und hob die Ausdrucke sogar auf. Dann stand schon die nächste Live-Sendung am Wahltag bevor, also hieß es: „wieder aufstehen, Krone richten, weitergehen“. Geholfen haben ihm klare Gespräche mit dem Generaldirektor und der Informationsdirektorin sowie der Zuspruch von Kollegen. Dazu kam eine wichtige Bewältigungsstrategie: Er begann, sachliche Kritik von bloßer Beschimpfung zu unterscheiden. Darum geht es im Video:
  • Wie sich ein Shitstorm nach einem Fehler im Live-Fernsehen anfühlt
  • Warum Tesarek alle Beschimpfungen gelesen hat
  • Wie er gelernt hat, sachliche Kritik von Beschimpfungen zu unterscheiden

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Fehler, öffentliche Kritik und Resilienz.
Dann musste ich schlicht und einfach wieder aufstehen, Krone richten, weitergehen.

Steckbrief: Paul Tesarek

Bekannt als: Fernsehjournalist, Moderator & Chefredakteur

Das journalistische Fundament

Der 1956 in Wien geborene Journalist startete seine Laufbahn 1984 im Österreichischen Rundfunk (ORF) und kam Ende der 1980er-Jahre ins ORF-Landesstudio Wien.

Ein Gesicht des ORF Wien

Tesarek moderierte von 1992 bis 2020 die Regionalnachrichtensendung "Wien heute" und war von 1999 bis Ende 2020 als Chefredakteur für die gesamte Ausrichtung des ORF-Landesstudios Wien verantwortlich.

Neues Talk-Format

Nach seinem Abschied vom ORF Ende 2020 startete er im Februar 2021 das Talk-Format "Bei Tesarek" (Wiener Bezirksblatt in Kooperation mit W24), in dem er Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum Interview bittet.

Wiener Institution

Mit seiner markanten Stimme, seiner ruhigen, souveränen Interviewführung und seinem enormen Detailwissen über die politische Historie der Stadt gilt Tesarek als eine der angesehensten und seriösesten journalistischen Instanzen Wiens.

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