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Harald Sicheritz · Ein Autounfall mit Folgen


Aus dem Leben | 29.09.2024

Gast: Harald Sicheritz | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 29.06.2024 | Dauer: 2:54 Min.

Beschreibung

Filmregisseur Harald Sicheritz erzählt von einem schweren Autounfall – über einen querstehenden Lkw in der Nacht, zwei Wochen Intensivstation und warum er danach keine Angst vor dem Autofahren hatte.

Knapp unter dem Lkw durch

13 Jahre nach seiner Krebserkrankung fuhr Sicheritz nachts auf einer Landstraße, als sich knapp 100 Meter vor ihm ein schwerer Lkw querstellte. Reagieren war unmöglich. Weil sein Alfa relativ niedrig war, kam er fast unter dem Lkw durch. Der Kopf war ziemlich bedient, knapp zwei Wochen lag er auf der Intensivstation. Seither synchronisieren seine Augen nicht mehr so wie die ganz gesunder Menschen.

Seelenhygiene statt Angst

Statt Ängste zu entwickeln, hat er sich vor allem unglaublich geärgert. Schuld trug er keine, das wurde gerichtlich festgestellt. Darum konnte ihm der Unfall „keine Angst verschaffen vor dem Autofahren“. Er spricht von einer gewissen „angewandten Seelenhygiene“. Zu seinen Bewältigungsstrategien gehört auch, das Erlebte einzuordnen: Der junge Fahrer arbeitete in einem System, in dem er kaum zum Schlafen kam. So relativiert sich für Sicheritz das eigene Erlebnis auf positive Weise. Darum geht es im Video:
  • Wie Sicheritz einen schweren Autounfall überlebte
  • Warum er danach keine Angst vor dem Autofahren hatte
  • Wie das Einordnen eines Unglücks hilft, damit abzuschließen

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Unfälle, Angst und seelische Widerstandskraft.
Ich bin kein ängstlicher Autofahrer und war nie ein besonders übermütiger Autofahrer.

Steckbrief: Harald Sicheritz

Bekannt als: Regisseur, Drehbuchautor & Produzent

Der Durchbruch im Austro-Kino

Der 1958 in Stockholm geborene und in Wien aufgewachsene Filmemacher prägte die heimische Filmlandschaft ab 1993 nachhaltig, als er mit der Kult-Komödie "Muttertag" (basierend auf dem Kabarettprogramm von Schlabarett) sein Kino-Regiedebüt feierte.

Rekorde & Meilensteine

Sicheritz führte Regie bei einigen der kommerziell erfolgreichsten österreichischen Kinofilme, darunter der Kassenmagnet "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Kinobesuchern sowie die Komödie "Poppitz" (2002).

Serien-Hits & TV-Erfolge

Auch im Fernsehen verantwortete er als Regisseur und Autor große ORF-Erfolge, unter anderem mit der Arbeitsplatz-Satire "MA 2412" (1998–2002), einigen Staffeln des Kaisermühlen-Blues und Folgen der Gesellschaftssatire "Vorstadtweiber" (2015–2022).

Ausgezeichnete Kultfigur

Als dreifacher Romy-Preisträger, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien (2013) und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2016) gilt Sicheritz als einer der prägenden Regisseure der österreichischen Filmkomödie, der den Wiener Schmäh massentauglich auf die Leinwand brachte.

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