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Harald Sicheritz · Der Umgang mit Flops


Aus dem Leben | 05.01.2025

Gast: Harald Sicheritz | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 29.06.2024 | Dauer: 3:27 Min.

Beschreibung

Filmregisseur Harald Sicheritz spricht über den Umgang mit Flops und Kritik – über seinen kommerziell schwächsten Film, das Lernen aus Fehlern und den Frieden mit der eigenen Vergangenheit.

Was ist überhaupt ein Flop?

Ein Flop kann kommerziell gemeint sein oder das Urteil der Kritik. Manche Filme erreichen erst in der Zweit- und Drittauswertung gute Zahlen. Wichtig ist für Sicheritz vor allem, wie es einem selbst damit geht. Sein Flop nach Zahlen ist die Verfilmung von Daniel Glattauers Roman „Darum“, die er bis heute sehr gern mag. Aus Rückschlägen etwas zu lernen und auf das Urteil von Menschen zu hören, die man einschätzen kann, ist für ihn das Wesentliche. Genau das ist ein Kern von Resilienz.

Frieden mit den eigenen Filmen

Selbstkritik gehört für ihn dazu. Bei manchen Szenen denkt er heute: „da wolltest du zu viel“. Wer glaubt, es gehe nicht besser, als man es selbst macht, ist ihm suspekt. Gleichzeitig sagt er: „ich hadere nicht mit meiner Vergangenheit“. Er weiß, dass er sich immer bemüht hat und es damals nicht besser konnte. Diese Haltung schont das Selbstwertgefühl und lässt ihn alte Filme ruhig anschauen. Darum geht es im Video:
  • Wann ein Film als Flop gilt
  • Wie man aus Misserfolgen und Kritik lernt
  • Wie man Frieden mit früheren Fehlern schließt

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Misserfolg, Selbstkritik und Gelassenheit.
Ich hadere nicht mit meiner Vergangenheit.

Steckbrief: Harald Sicheritz

Bekannt als: Regisseur, Drehbuchautor & Produzent

Der Durchbruch im Austro-Kino

Der 1958 in Stockholm geborene und in Wien aufgewachsene Filmemacher prägte die heimische Filmlandschaft ab 1993 nachhaltig, als er mit der Kult-Komödie "Muttertag" (basierend auf dem Kabarettprogramm von Schlabarett) sein Kino-Regiedebüt feierte.

Rekorde & Meilensteine

Sicheritz führte Regie bei einigen der kommerziell erfolgreichsten österreichischen Kinofilme, darunter der Kassenmagnet "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Kinobesuchern sowie die Komödie "Poppitz" (2002).

Serien-Hits & TV-Erfolge

Auch im Fernsehen verantwortete er als Regisseur und Autor große ORF-Erfolge, unter anderem mit der Arbeitsplatz-Satire "MA 2412" (1998–2002), einigen Staffeln des Kaisermühlen-Blues und Folgen der Gesellschaftssatire "Vorstadtweiber" (2015–2022).

Ausgezeichnete Kultfigur

Als dreifacher Romy-Preisträger, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien (2013) und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2016) gilt Sicheritz als einer der prägenden Regisseure der österreichischen Filmkomödie, der den Wiener Schmäh massentauglich auf die Leinwand brachte.

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