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Andrea Händler · Depressionen und Gedanken an den Tod


Aus dem Leben | 26.08.2024

Gast: Andrea Händler | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 05.07.2024 | Dauer: 6:53 Min.

Beschreibung

Kabarettistin und Schauspielerin Andrea Händler spricht offen über ihre Depressionen und Gedanken an den Tod – über zwei schwere Schübe, ihre Panik vor Medikamenten und warum sie rät, zu einem Facharzt zu gehen.

Wenn man nicht mehr aufstehen will

2004 wollte Händler nicht mehr aufstehen, nicht hinausgehen und mit niemandem reden. Ein Freund, diplomierter psychiatrischer Krankenpfleger, vermutete eine Depression und schickte sie zu einem Psychiater. Als dieser sie auf Medikamente einstellen wollte, lief sie in Panik weg. Vier Wochen später kam sie zurück. Offen erzählt sie von ihren Suizidgedanken. Abgehalten hat sie der Gedanke an ihre Eltern. Mit den Medikamenten ging es ihr nach drei, vier Wochen besser. 2009 folgte ein zweiter schwerer Schub, ausgelöst, wie sie sagt, durch einen abrupten Rauchstopp.

Verständnis statt „reiß dich zusammen“

Ihr Mann räumte weg, was sich über den Tag ansammelte, und sagte nie den Satz, den „kein Depressiver braucht“. Ihr Bild für eine Depression ist ein langer, schwarzer Tunnel ohne Ausweg. Ihr Rat: zu einem Facharzt gehen, dem man vertraut, und Betroffene nicht verspotten. Darum geht es im Video:
  • Wie sich eine schwere Depression von innen anfühlt
  • Warum der Satz „reiß dich zusammen“ Betroffenen nicht hilft
  • Warum sie rät, sich Hilfe bei einem Facharzt zu holen

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Depressionen, Suizidgedanken und den Weg zu Hilfe.

Wenn es dir selbst nicht gut geht oder du an Suizid denkst: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos unter 142 erreichbar.
Ich habe schon gute und schlechte Tage so wie jeder andere Mensch auch.

Steckbrief: Andrea Händler

Bekannt als: Kabarettistin, Schauspielerin & Ensemblemitglied

Die Wiener Wurzeln

Die 1964 in Wien geborene Schauspielerin nahm Schauspielunterricht u. a. bei Herwig Seeböck und war Mitglied der Kabarettgruppe "Schlabarett". Seit 1984 steht sie als Schauspielerin und Kabarettistin auf der Bühne.

Kinohits & Fernsehpräsenz

Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie in den 1990er-Jahren durch Rollen in den österreichischen Kultfilmen von Regisseur Harald Sicheritz bekannt, darunter "Muttertag" (1993), "Hinterholz 8" (1998) und später "Poppitz" (2002). Im Fernsehen erlangte sie durch ihre Rolle als Irene Vesely in der ORF-Kultserie "Kaisermühlen Blues" (1996–1999) große Bekanntheit.

Erfolgreiche Solokarriere

Seit ihrem ersten Programm "Diskret" im Jahr 1995 tourte sie mit zahlreichen eigenen Solostücken (wie "Notstand" oder "Das Schweigen der Händler") durch den deutschsprachigen Raum und wurde 1999 mit dem renommierten Kabarettpreis "Salzburger Stier" ausgezeichnet.

Fixstern des Austro-Humors

Mit ihrer unverwechselbaren Darstellung leicht neurotischer, typisch österreichischer Charaktere hat sie sich als weibliche Konstante und Kultfigur in der ansonsten oft männerdominierten heimischen Kabarett- und ORF-Comedy-Szene fest etabliert.

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