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Andrea Händler · Der Einstieg in die Schauspielerei


Aus dem Leben | 10.11.2024

Gast: Andrea Händler | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 05.07.2024 | Dauer: 4:20 Min.

Beschreibung

Kabarettistin und Schauspielerin Andrea Händler erzählt von ihrem Einstieg in die Schauspielerei – über die Absage am Reinhardt-Seminar, eine Chance bei Herwig Seeböck und Jahre mit Nebenjobs bis zum ersten Soloprogramm.

Abgelehnt am Reinhardt-Seminar

Schon mit sechs, sieben Jahren wusste Händler, dass sie Schauspielerin werden will. Nach der Matura sprach sie am Reinhardt-Seminar drei Rollen vor und wurde nicht genommen. Das Leben erschien ihr danach ganz sinnlos. Vielleicht war das, wie sie heute vermutet, einer ihrer ersten depressiven Schübe. Herwig Seeböck nahm sie auf, wie er später erzählte, aus Mitleid, obwohl er dachte: „aus der wird nie eine Schauspielerin“. Eine Woche später erkannte er sie nicht wieder, weil sie gut gelaunt war und wieder eine Aufgabe hatte.

Vom Schlabarett zum Soloprogramm

Bei Seeböck lernte sie nach Lee Strasberg, mit Fechten, Sprechen, Atemtechnik, Improvisation, Entspannungstraining und Commedia dell'arte. Dort traf sie Dorfer und Düringer, die ebenfalls abgelehnt worden waren. Es entstand die Gruppe Schlabarett und später „Muttertag“. Bis 33 verkaufte sie nebenbei Immobilien und Souvenirartikel am Flughafen. Erst ab dem ersten Solo konnte sie davon leben. Darum geht es im Video:
  • Wie sie mit der Absage an der Schauspielschule umging
  • Wie die Gruppe Schlabarett entstand
  • Warum sie bis 33 Nebenjobs brauchte

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Rückschläge, Durchhalten und den Weg auf die Bühne.
Für mich war immer klar, das ist mein Beruf und das will ich machen.

Steckbrief: Andrea Händler

Bekannt als: Kabarettistin, Schauspielerin & Ensemblemitglied

Die Wiener Wurzeln

Die 1964 in Wien geborene Schauspielerin nahm Schauspielunterricht u. a. bei Herwig Seeböck und war Mitglied der Kabarettgruppe "Schlabarett". Seit 1984 steht sie als Schauspielerin und Kabarettistin auf der Bühne.

Kinohits & Fernsehpräsenz

Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie in den 1990er-Jahren durch Rollen in den österreichischen Kultfilmen von Regisseur Harald Sicheritz bekannt, darunter "Muttertag" (1993), "Hinterholz 8" (1998) und später "Poppitz" (2002). Im Fernsehen erlangte sie durch ihre Rolle als Irene Vesely in der ORF-Kultserie "Kaisermühlen Blues" (1996–1999) große Bekanntheit.

Erfolgreiche Solokarriere

Seit ihrem ersten Programm "Diskret" im Jahr 1995 tourte sie mit zahlreichen eigenen Solostücken (wie "Notstand" oder "Das Schweigen der Händler") durch den deutschsprachigen Raum und wurde 1999 mit dem renommierten Kabarettpreis "Salzburger Stier" ausgezeichnet.

Fixstern des Austro-Humors

Mit ihrer unverwechselbaren Darstellung leicht neurotischer, typisch österreichischer Charaktere hat sie sich als weibliche Konstante und Kultfigur in der ansonsten oft männerdominierten heimischen Kabarett- und ORF-Comedy-Szene fest etabliert.

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