Ich glaube, Grund, warum ich unbedingt Schauspielerin werden wollte, auch im Internat zu finden. habe immer geglaubt, früher wenn ich sehr lustig bin und auffällig lustig, dann muss ich nicht mehr ins Internat gehen, hat nicht funktioniert. Aber ich habe immer gewusst ich möchte halt gerne irgendwie hervorstechen, weil das bin ich ja so auch weil ich immer zu spät gekommen bin überall in jede Schule und habe schon mit sechs sieben Jahren gesagt, ich werde Schauspieler.
Das habe ich dann auch noch mit zehn gesagt, bei den ersten Aufsätzen geschrieben. Ich habe es dann einfach nur mit 18 19 nach der Matura die ich machen musste, weil meine Eltern gesagt haben, ohne ist gar nichts, bin ich dann ausgezogen sofort nach der Matura, bin ans Reinhardtseminar marschiert, habe dort drei Rollen vorgesprochen und bin gleich nicht genommen worden. Ich habe mir dann gedacht, ich setze wieder mal, vielleicht war das zum Beispiel einer meiner ersten depressiven Schübe, das schon sein, weil das Leben war für mich ganz sinnlos dann, weil wenn ich dort nicht genommen wäre, brauche ich gar nichts mehr machen.
Habe aber das Glück gehabt, dass mein damaliger Freund, den Herwig Seeböck kannte und er hat mich sofort zum Seeböck geschleppt. Und der Herwig Seeböck hat mich dann aus lauter Mitleid genommen, weil er gesagt hat, später hat er das immer wieder erzählt, Geschichte, ich bin angeblich reingekommen und habe ausgeschaut wie ein Leich und er hat gesagt, aus der wird nie eine Schauspielerin, es geht gar nicht, so wie die da hängt, aber wenn ich die jetzt weggehen lasse, die hängt sich auf, das geht nicht. Also sagt er, ich soll mal nächste Woche wieder kommen, ich gebe ihr eine Stunde.
Und eine Woche später bin ich wieder gekommen und er hat mich nicht erkannt, weil ich gut gelaunt war weil ich habe wieder eine Aufgabe gehabt. Und die schlechte Stimmung war weg und die übertrieben gute Laune war da. Und dann war ich in der Gruppe und wie man ja sieht, ich dann doch geschafft, dass ich den Beruf ergreifen konnte.
Das war eigentlich der einzige wirkliche große Stolperstein. War eigentlich nur, dass ich am Reinhardt-Seminar nicht genommen wurde. War aber dann in guter Gesellschaft, denn die anderen, meine Kollegen wurden ja auch nicht genommen. Also die haben es ja auch alle probiert, der Düringer, der Dorfer, sind ja alle hinmarschiert, nur nicht genommen worden und haben uns alle beim Herwig Seeböck in der Gruppe wiedergefunden.
Und haben dann angefangen dort nach seiner Methode nach Lee Strasberg Schauspiel zu lernen. Und er hat das gut organisiert gehabt, er hat nämlich einen Lehrer gehabt, der hat uns Fechten gelernt, eine Lehrerin, hat uns sprechen gelernt und Atemtechnik, dann Improvisation, Entspannungstraining und Commedia dell'arte. Also wir haben fünf verschiedene Lehrer gehabt und an fünf verschiedenen Tagen. Das immer am Abend, weil wir untertags ja alle arbeiten mussten, um uns das Geld für die Ausbildung zu finanzieren.
War aber nicht sehr teuer, muss man auch sagen. Also sie haben wirklich geschaut, dass sie das sehr sehr kommod machen. Ich glaube, die Stunde hat damals 100 Schilling gekostet. Also nicht Stunde, das waren ja vier Stunden. Eine Unterrichtseinheit. Also musste man schauen, dass man so sagen wir mal, 400 in der Woche zusammenbringt. Das ist schon gegangen. Und dann hat sich gleich die Gruppe Schlabarett dort gebildet.
Dann habe ich dort angefangen, dem Dorfer und dem Düringer zu spielen. Anschließend war noch der Nowak dabei. Dann war ich einmal kurz weg und die Eva Billisich war dabei. Dann waren wir wieder alle fünf zusammen und haben Muttertag gemacht. Und der Rest ist Geschichte. ich habe das Glück gehabt, dass ich dann doch irgendwie ohne viel Nachdenken und ohne viel Angst für mich war immer klar, das ist mein Beruf und das will ich machen.
Habe aber auch nie das Gefühl gehabt, ich könnte davon irgendwann einmal nicht leben. Das war ganz klar. Ich mache das, auch wenn ich lange Zeit Nebenjobs gemacht habe. So wie alle anderen übrigens auch. Also wir haben ja nicht gleich so viel verdient, dass wir davon leben konnten. Also ich habe meinen letzten Nebenjob aufgegeben. alt war ich da? Da war ich glaube ich schon 33.
Bis dahin habe ich Immobilien verkauft. Das war gut. Ja ich habe Immobilien verkauft. habe Souvenirartikel am Flughafen verkauft. Ich habe immer irgendetwas machen müssen früher. Ab dem ersten Solo habe ich wirklich davon leben können.