Ja, ich hatte ja auch das große Glück oder die Ehre, dass ich der fünfte Österreicher der Italien-Serie A war. War damals sehr stolz, Mitte der 90er-Jahre Legionär in der Serie A bei einem Aufsteiger. Habe riesig viel gelernt dort, riesig spannende Zeit, hat mir sehr beeindruckt die Zeit. Dort wird Fußball ganz anders zelebriert gelebt und war super, hat mich auch gut zurechtgefunden dort.
habe nur ein Problem gehabt, als Aufsteiger sind wir dann ziemlich klar dann wieder abgestiegen. Das war halt sehr schade, das war sehr erfolglos von der Mannschaft her. Meine Leistungen waren grundsätzlich nicht so schlecht. Und es war dann so dass sie mich verkauft haben zu einem anderen Aufsteiger und dort habe ich aber dann nicht gespielt. Und da habe ich schon gemerkt, das hat mir dann schon sehr zugesetzt, mir total der Rhythmus gefehlt.
Ich bin dann nach einem halben Jahr wieder zurück, war natürlich auch bisschen frustriert. Wäre noch gern länger in Italien geblieben, bin dann wieder zurück zu Rapid. Und da war irgendwie die Diskrepanz von der großen, weiten Welt, von der großen Fußballwelt in Italien wieder zu Rapid. Und ich habe eigentlich ein gutes Feeling gehabt, aber habe dann schon unterschätzt, dass ich durch den Abstieg und die Erfolglosigkeit und dann auch dass ich keinen Spielrhythmus gehabt habe, dass das dann nicht so eindeutig war.
Ich habe dann eine Zeit gebraucht, bis ich wieder reingefunden habe und mich wieder durchgebissen habe. Das war ein bisschen eine Durststrecke und das hat mir aber auch gezeigt, dass das alles kein Selbstläufer ist. dass natürlich auch im Sport das, was war, ist für einen persönlich viel Erfahrung und wichtig und wertvoll, aber es zählt im Prinzip nicht. Man muss immer wieder aufs Neue beweisen, man darf sich nicht ausruhen auf irgendwelchen Erfolgen oder Statistiken.
Man muss immer wieder aufs Neue seine Leistung bringen und wenn man glaubt dass das von selber geht oder wenn man jetzt vielleicht woanders war oder einen größeren Namen hat oder vielleicht woanders gespielt hat, wo man was Besonderes war, dann funktioniert das so nicht. Und das habe ich erleben dürfen, erleben müssen und das hat mich natürlich auch geprägt und war sehr gut für mich und sehr wichtig, dass ich dann wieder zu einer alten Stärke gefunden habe und dann noch einige Jahre bei Rapid spielen durfte und wieder zu Stammpersonal gezählt habe. Diesen Durchhänger kann ja auch passieren, dass man dann auch einen Karriereknick hat und vielleicht die Liga nicht halten kann oder die Leistung nicht halten kann und dann kann es schon schnell gehen im Spitzensport, dass man weg vom Fenster ist.