Profifußballer kann man natürlich leider nicht ewig sein, auch wenn man es gerne würde. Es gibt ja keine Regeln, aber so Mitte 30 ist dann schon die Zeit, wo die meisten schon aufhören. Manche spielen noch bisschen länger, manche spielen sogar kürzer. Bei mir war es dann auch so, das war mein letztes Vertragsjahr und irgendwie ist dann so der Gedanke immer stärker geworden.
Es wird Zeit, etwas Neues zu tun. Ich habe eine lange, intensive Karriere hinter mir gehabt mit Höhen, mit Tiefen Hat mir ja viel Kraft gekostet, sowohl mental als auch körperlich und der Entschluss ist dann langsam gereift in mir. Habe mich dann entschieden dafür, ist mir eigentlich auch ganz gut gegangen damit. Wie gesagt, habe auch nichts bereut, habe mich sehr gefreut, dass ich so lange Profifußballer sein habe dürfen und bin dann umgestiegen in die normale Arbeitswelt.
Ich nicht direkt im Fußball, so wie viele andere die Trainer geworden sind sondern der Sportmanagement wollte in diesem Bereich weiterarbeiten und hat mich dann auch dahin verschlagen. Das Interessante war, dass ich dann schon gemerkt habe, so wie ich dann den ganzen Tag im Büro gesessen bin, dass mir der Fußball schon mehr abgeht als mir lieb ist oder mir gedacht habe. Und habe ich mir dann aber schon auch bewusst gemacht und habe dann auch wieder meine Strategien entwickelt, damit umzugehen.
Habe dann versucht, nebenbei mehr Sport zu machen, auch meinen Arbeitsalltag so zu gestalten, dass er vielleicht ein bisschen mehr dem ähnelt, wie ich ihn als Fußballer hatte und es mir dann auch ganz gut gelungen. Und hat sich aber bis heute fortgesetzt, Sport ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und das kann ich ja nicht verleugnen will ich ja nicht. Darum war es auch wichtig, ich im Sport geblieben bin in einer anderen Funktion und dass aber der aktive Sport mich nach wie vor begleitet und das ist auch richtig und wichtig für mich.