Viele kennen mich noch aus Starmania, auch heute noch, 15 Jahre danach. Ich bin damals durch eine Castingshow sehr berühmt geworden und habe diese Chance bekommen. Ich durfte in diesem Format mein Talent präsentieren und durfte so ein bisschen zeigen, was musikalisch bei mir los war. Das ist so mein Einstieg in diese Musik gewesen und das war von Anfang an eigentlich ein ziemlicher mentaler Druck.
Zuerst war es eine ziemlich große Freude dahinter, weil man das erste Mal für sein Talent eine Bestätigung bekommen hat. Aber das ging dann immer weiter und immer weiter. Das heißt, man hat dann den ersten Fernsehauftritt gehabt und ich kann mich noch erinnern, das war damals noch vor einer Zeit, wo wirklich noch Millionen von Menschen Fernseh geschaut haben.
Das wurde einem dann auch bewusst und dann hat man so den ersten Auftritt gehabt. Da hat man sich fünf Tage darauf vorbereitet und natürlich hat man in dieser Zeit sehr verspürt, wie das Lampenfieber immer gestiegen ist und wie die Vorfreude aber auch da war. Der Moment selber war, kurz bevor ich da auf die Bühne gegangen bin, wenn ich mich so zurück erinnern kann, der war ziemlich heavy, weil ich damals ziemliches Lampenfieber noch gehabt habe und meine Hand hat da immer zum Zittern angefangen.
Das sieht man dann heute noch von den Aufnahmen, wo ich das Mikrofon so gehalten habe. Da muss man sich vorstellen, es ist heute ein Wettbewerb, wo man von Show zu Show weiterkommt und natürlich steigt da auch der mentale Druck. Was kommt da dazu? Du bist das erste Mal im Fernsehen, ganz Österreich kennt dich, so war es halt damals bei mir.
Und auf einmal bist du in allen Zeitungen drin, auf einmal liest du über dich, was andere Menschen über dich denken, die dich aber gar nicht kennen. Das macht dann mit einem etwas, das ist ein komisches Gefühl, weil man plötzlich auch vielleicht Prominente sieht, die einen toll finden, aber die eine Meinung über einen haben oder auch viele Zeitungsredakteure. Die nach einem großen Auftritt, obwohl sie einen gar nicht kennen, sich eine Meinung bilden und diese Meinung dann auch schreiben.
Und man merkt dann halt, dass das eine oder andere, was da geschrieben wird, einem ziemlich zusetzt. Das ist heute vergleichbar mit, du machst ein Posting, du kriegst negative, du kriegst positive Kommentare, du hast ein paar Hater dabei, die glauben, sie müssen dich für das, was du machst, schlecht machen oder sich einfach lustig machen müssen über dich. Zusammenfassend war dieser mentale Druck damals ein Irrsinn, ein Wahnsinn, wo ich heute gar nicht weiß, wie ich das überstanden habe.
Aber es war mein Einstieg in die Musik und hat mir Türen geöffnet und hat mir quasi eine Chance gegeben, an meiner Musik zu arbeiten, an meiner künstlerischen Kreativität zu arbeiten und so ein bisschen für mich selber festzustellen, das ist das, was ich machen möchte und das ist das, was ich bin.