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Nadja Maleh · Frauen im Kabarett


Aus dem Leben | 31.12.2025

Gast: Nadja Maleh | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 20.06.2024 | Dauer: 5:04 Min.

Beschreibung

Kabarettistin Nadja Maleh spricht darüber, warum es so wenige Frauen im Kabarett gibt – über die Erziehung zur Zurückhaltung, Bühne und Kinder und das Vorurteil, Frauen seien nicht lustig.

Warum Mädchen nicht vorne stehen

Seit über 25 Jahren wird Maleh dieselbe Frage gestellt. Es ist viel besser geworden, aber es gibt „noch viel Luft nach oben“. Ein Grund ist für sie die Sozialisierung: „Mädchen werden dazu erzogen, zu harmonisieren und nicht zu polarisieren.“ Dazu kommt die Frage, wie Frauen Bühne, Job und Kinder vereinbaren sollen. Für diese Work-Life-Balance braucht es das richtige Umfeld und die richtige Struktur, denn Frauen sollen nicht dafür bestraft werden, dass sie Kinder bekommen.

Gleiche Chancen und lustige Frauen

Maleh geht es um Chancengleichheit: gleiche Ausgangschancen, Sichtbarkeit und Erfolg. Noch immer hört sie Sätze wie „für eine Frau sind sie wirklich lustig“, ganz oft auch von Frauen. Mit Achtsamkeit will sie sich solche Glaubensmuster bewusst machen. Auf der Bühne musst du die Stärkste im Raum sein und das Publikum führen. Und bei Frauen in Führungspositionen fehlt noch immer das Gleichgewicht. Darum geht es im Video:
  • Warum es immer noch weniger Frauen im Kabarett gibt
  • Wie Erziehung und Rollenbilder Frauen von der Bühne fernhalten
  • Warum Humor auch etwas mit Status und Führung zu tun hat

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Humor, Vorurteile und Chancengleichheit.
Es gibt lustige Frauen und es gibt lustige Männer.

Steckbrief: Nadja Maleh

Bekannt als: Kabarettistin, Schauspielerin & Sängerin

Die kulturellen Wurzeln

Die 1972 in Wien geborene Tochter eines syrischen Arztes und einer Osttiroler Psychotherapeutin absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Theaterschule GAMES am Wiener Graumanntheater und sammelte ab 2001 erste TV-Erfahrungen (u. a. "Die Wochenshow", SAT.1).

Bühnen-Durchbruch & Preise

Ihren großen Solo-Durchbruch feierte sie 2007 mit dem preisgekrönten Kabarettprogramm "Flugangsthasen" (u. a. Münchner Kabarett Kaktus); 2010 erhielt sie den Förderpreis des Österreichischen Kabarettpreises. Es folgten Programme wie "Radio aktiv" (2010), "Placebo" (2015) und "Bussi Bussi" (2022).

TV-Präsenz & Comedy-Serien

Im Fernsehen etablierte sich Maleh als feste, schlagfertige Größe in Formaten wie der "Tafelrunde" (ORF III) sowie durch Rollen in ORF-Serien wie "Oben ohne" (2008/09).

Musikalische Vielseitigkeit

Neben ihren pointierten Comedy-Auftritten integriert sie stets anspruchsvolle, oft mehrsprachige Gesangseinlagen in ihre Shows, was ihre Wandlungsfähigkeit und ihren langjährigen Gesangsunterricht unterstreicht.

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