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Roland Düringer · Erfolg und Feinde


Aus dem Leben | 16.09.2026

Gast: Roland Düringer | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 19.09.2024 | Dauer: 6:12 Min.

Beschreibung

Kabarettist Roland Düringer spricht über Erfolg und Neid – über ausverkaufte Abende in der Wiener Stadthalle, Hinterholz 8 und warum großer Erfolg auch Feinde bringt.

Von der Kulisse in die Stadthalle

Ende der 90er-Jahre kam man an Düringer nicht vorbei: Kaisermühlen Blues, MA 2412, Kino und volle Hallen. Als die Wiener Häuser zu klein wurden, buchte sein Manager die Stadthalle, obwohl man ihm dort riet: „Tun Sie das nicht.“ Der erste Abend war innerhalb von zehn Tagen ausverkauft. Ein Triumph war das für ihn trotzdem nicht: „Wozu? Damit ich irgendjemandem erzählen kann, ich habe in der Stadthalle schon einmal gespielt?“

Warum Erfolg Feinde macht

Mehr Erfolg bringt für Düringer vor allem mehr Arbeit, mehr Stress und viele Feinde, besonders wenn man mit etwas scheinbar Einfachem Erfolg hat. Er spielt für ganz normale Leute, mit denen er im zehnten Bezirk aufgewachsen ist. Umso mehr ärgert ihn ein Satz, der gefallen sein soll, als Hinterholz 8 keine Förderung bekam: „Nur weil sich 100.000 Proleten einen Film anschauen, heißt das nicht, dass der Film gut ist.“ Darum geht es im Video:
  • Wie Düringer die Wiener Stadthalle füllte
  • Warum großer Erfolg auch Neid und Feinde bringt
  • Für wen er auf der Bühne spielt

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Erfolg, Neid und das eigene Publikum.
Es macht nur mehr Arbeit, mehr Stress und du hast viele Feinde.

Steckbrief: Roland Düringer

Bekannt als: Kabarettist, Schauspieler & Autor

Die Anfänge im Ensemble

Der 1963 in Wien geborene Künstler absolvierte eine HTL und schloss sich 1985 der wegweisenden Kabarettgruppe "Schlabarett" an, was den Grundstein für seine jahrzehntelange Bühnenpräsenz legte.

Rekorde an den Kinokassen

Düringer schrieb und spielte Hauptrollen in einigen der erfolgreichsten österreichischen Film- und Fernsehproduktionen der 1990er-Jahre, allen voran der Kinorekord-Hit "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Zusehern sowie die ORF-Kultserie "MA 2412" (1998–2002).

Zwischen Systemkritik und „Mainstream“

Nach seiner Wandlung zum philosophischen Gesellschaftskritiker – u. a. mit seiner "Wutbürger"-Rede in "Dorfers Donnerstalk" (ORF, 2011) – und der Gründung des politischen Projekts "Meine Stimme G!LT" (2016) feierte er eine vielbeachtete Rückkehr zum „Mainstream“. Mit "Regenerationsabend 2.0" (Premiere 2022) knüpfte er an die klassischen Kabarett-Elemente seiner früheren Erfolge wie "Benzinbrüder" an.

Kulturelle Instanz

Vom pointierten Darsteller klassischer, österreichischer Archetypen entwickelte er sich über die Jahrzehnte zu einem Vordenker, der in der heimischen Kulturszene sowohl für sein humoristisches Handwerk als auch für seine kritische Distanz zu Konsumzwang und Politik geschätzt wird.

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