Der Verlust meiner Brüder war natürlich schon eine extrem schwierige Zeit für mich, weil es eben total unerwartet war und in weiterer Folge auch sehr knapp hintereinander. Der Ernstl war halt mit 49 Jahren, den hat halt ein Spitalskeim zusammengefressen, da ist am Ende des Tages nur mal die Hülle überblieben, wenn er es überlebt hätte, dann nur mit extremen Folgeschäden und am Ende des Tages muss man sagen, wenn man fast froh ist, dass er dann die Augen zugemacht hat, weil ich glaube nicht, dass das für den Ernstl eine Lebensqualität gewesen wäre, wenn er das überstanden hätte. Und dann halt acht Monate später ist mein jüngster Bruder, Thomas, auch total überraschend, der ist von der Arbeit heimgekommen, hat sich eine Badewanne einlassen und wollte ein Bad nehmen und dürfte während dem Bad, einen Herzinfarkt aufgerissen haben und war weg.
Und das war natürlich schon eine extrem schwierige Zeit, weil wenn du Zwei Brüder verlierst und die sind der eine drei Jahre jünger, der andere sechs Jahre jünger, dann ist es schon sehr, schwierig, das hat schon richtiges Loch reingerissen in mein Leben und es war sehr schwierig für mich, damit umzugehen. Aber ich habe mich halt darüber gerettet, dass ich gesagt habe, ich habe ein paar Enkelkinder und für das muss ich da sein und ich habe Tochter für die muss ich da sein und ich muss weitertun und muss kämpfen. auf diese Art und Weise habe ich das irgendwie am Ende des Tages gut überstanden, obwohl es heute noch immer, auch jetzt fällt es mir extrem schwer darüber zu sprechen, weil das schon ein herber und großer Verlust ist.