Ja, das Image Bad Boy ist vielleicht ein bisschen übertrieben, so ein richtiger Bad Boy war ich ja nicht. Es war halt meine Art Fußball zu spielen, dass ich alles gebe und das habe ich auch von meinen Mitspielern verlangt und das habe ich auch meinen Gegenspielern spüren lassen. Und das was ich mit Sicherheit sagen kann ich bin der schlechteste Verlierer am Planeten und wenn du dann mal schon nicht verlieren kannst, dann gehst du ganz anders raus und dann wolltest du jedes Match gewinnen, das war mein erstes Ziel.
Und wenn du dann rausgehst, dann habe ich halt alles gemacht, was zum Tun ist und das Match zum Gewinnen. Manchmal halt mit die erlaubten Sachen und manchmal halt auch mit unerlaubten Sachen und dann ist es halt manchmal das eine oder andere Mal auch zu Reibereien gekommen. Das ist ein berühmter Bild, Kühbauer und ich, wo wir Nase nach Nase stehen, aber das widerspiegelt ja auch nur unsere Rivalität in dem Augenblick.
Ich habe meine Farben vertreten, der Didi hat seine Farben vertreten“, wir haben bei ihm im Stadion gespielt, er ist mir in einem Zweikampf am Oberschenkel gestiegen und ich habe ihm halt dann ein paar Takte gesagt, dass er das mit mir halt so nicht machen kann. Er hat mir ein paar Takte retour gesagt, das war 90 Minuten und nach dem Spiel, nicht gleich nach dem Spiel, aber eine halbe Stunde nach dem Spiel sind wir zusammen gestanden, haben sich die Hand gegeben, die Geschichte war gegessen und haben ein Bier miteinander getrunken und ich habe halt eine geraucht dazu. Und das war es halt, aber das Bad Boy sehe ich nicht so, für mich war das auch immer so, ich habe mich also nicht aufgeregt über das, wenn ich heute in den Stadion gekommen bin und die Leute haben pfiffen oder haben eine Schlachtgesänge von und das hat mich eigentlich nicht gestärkt, sondern das hat mich eigentlich immer nur motiviert, der einzige Trainer, der das wirklich mit überzuckert hat, bei der Rapid damals der Dokupil Ernstl, der hat zu den Rapid-Fans gesagt, lasst den Ogris während dem Match in Ruhe, weil je mehr es ihm schimpft, umso mehr steigert es sich ein und umso besser wird er.
Das haben sie nicht kapiert und das war ja nicht nur im Hanappi-Stadion damals, das war in Salzburg, das war in Innsbruck, egal wo ich hingekommen bin, haben sie mir geschimpft, aber mein persönlicher Zugang zu dieser Geschichte war immer der, schimpfen dann sie ja nur dem, vor dem sie sich wirklich anscheißen und der ihnen wehtun kann und damit war es wieder eine Auszeichnung für mich und so habe ich das am Ende des Tages auch gesehen.