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Andreas Ogris · Das Image als Bad Boy


Aus dem Leben | 15.12.2024

Gast: Andreas Ogris | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 24.07.2024 | Dauer: 2:54 Min.

Beschreibung

Ex-Fußballnationalspieler Andreas Ogris spricht über sein Image als Bad Boy – über Ehrgeiz, das berühmte Duell mit Didi Kühbauer und warum ihn pfeifende Fans nur noch mehr motiviert haben.

Der schlechteste Verlierer am Planeten

Ogris hält das Bad-Boy-Image für übertrieben. Er gab immer alles und verlangte das auch von seinen Mitspielern. Über sich sagt er: „ich bin der schlechteste Verlierer am Planeten“. Um ein Match zu gewinnen, half er manchmal auch mit unerlaubten Mitteln nach, dann kam es zu Reibereien. Das berühmte Bild mit Kühbauer, Nase an Nase, zeigt für ihn nur die Rivalität im Augenblick: Eine halbe Stunde nach dem Spiel gaben sich die beiden die Hand und tranken ein Bier.

Pfiffe als Motivation

Ob im Hanappi-Stadion, in Salzburg oder Innsbruck, überall wurde Ogris ausgepfiffen und beschimpft. Ihn hat das nur motiviert. Trainer Ernst Dokupil bat die Rapid-Fans sogar, ihn in Ruhe zu lassen, weil er sich sonst nur noch steigerte. Ogris deutete die Pfiffe um: Beschimpft wird nur, wer dem Gegner wehtun kann. Für ihn war das eine Auszeichnung, ein Beispiel für positives Denken im Stadion. Darum geht es im Video:
  • Wie sein Bad-Boy-Image entstanden ist
  • Warum Rivalität auf dem Platz nach dem Spiel endet
  • Wie man Pfiffe und Beschimpfungen in Motivation verwandelt

Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Ehrgeiz und mentale Stärke im Profifußball.
Ich bin der schlechteste Verlierer am Planeten.

Steckbrief: Andreas Ogris

Bekannt als: Ehemaliger Fußball-Nationalspieler & Trainer

Der Start in Wien

Der 1964 in Wien geborene Stürmer begann seine professionelle Laufbahn 1983 beim FK Austria Wien, dem Verein, der seine sportliche Karriere maßgeblich prägen sollte.

Nationale und internationale Meilensteine

Ogris wurde mit der Wiener Austria fünfmal österreichischer Meister und dreimal Cupsieger, absolvierte 63 Länderspiele für das ÖFB-Nationalteam (inklusive der Weltmeisterschaft 1990 in Italien) und spielte in der Saison 1990/91 für Espanyol Barcelona in der spanischen Primera División.

Der Wechsel auf die Trainerbank

Nach seinem aktiven Karriereende 2001 – nach Admira/Wacker spielte er zuletzt noch beim 1. Simmeringer SC – schlug er die Trainerlaufbahn ein und betreute unter anderem den 1. Simmeringer SC, den Floridsdorfer AC sowie die Amateure des FK Austria Wien, bevor er dort 2015 kurzzeitig auch als Cheftrainer der Kampfmannschaft fungierte.

Legendenstatus & Bodenständigkeit

Bekannt für seinen unbedingten Einsatzwillen, seine Zweikampfstärke und seine ungeschminkte Kommunikation, gilt "Ogerl" bis heute als Vereinslegende der Austria und Kultfigur des heimischen Fußballs.

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