Kritik kann wichtig sein, wenn sie konstruktiv ist, dann brauche ich sie auch, weil man braucht ja irgendwie ein Relativ, man braucht irgendwie das Auge von außen das ist gut. Ich würde sagen, mittlerweile ist mein stärkster Kritiker das Publikum. Wenn die Leute nicht kommen ins Kabarett, dann habe ich was falsch gemacht. Wenn jemand von einer Tageszeitung in der Pause geht, und ich kriege das sogar mit, weil der in der ersten Reihe sitzt und er schreibt dann über den zweiten Tag, da komme ich mir verarscht vor.
Damit fange ich nichts an. Das ist vorgekommen, ich würde die Tageszeitung nicht nennen, aber sie hieß der Standard. Es hat jemand auch in der gleichen Tageszeitung kommentiert zu irgendeiner Kritik meinerseits im Standard Forum, da habe ich schon längst aufgehört, dass ich da reinschaue, aber das war eine Zeit lang sehr modern, dass man sich da die Kommentare durchliest. und auch selber hat irgendwer geschrieben, die blade Proletin Niedetzky glaubt jetzt, ist lustig, irgend so was halt.
20 Jahre her, eine Freundin von mir, da hat sich damals so aufgeregt und die Zeitung kontaktiert und gesagt, wenn das nicht sofort gelöscht wird, mir war das.... damals habe ich mir gedacht:"Das ist eine Kritik?". Also die blade Proletin glaubt jetzt, ist lustig, was, dann hat der ein Problem. Also es hat ja oft mit einem selber zu tun, wenn man über irgendetwas urteilt, sage ich mal.
Wahrscheinlich war der selber blade Proletin. Bei meiner Interpretation ist es auch bis heute geblieben so. Wie gesagt, mittlerweile müssen Leute kommen und das ist der Indikator und das Publikum ist der größte Kritiker.