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Roland Düringer · Herr Breitfuß damals und heute


Aus dem Leben | 14.09.2026

Gast: Roland Düringer | Format: Aus dem Leben | Aufnahmedatum: 19.09.2024 | Dauer: 5:33 Min.

Beschreibung

Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer spricht über Loslassen und Abschied nach Film und Bühne – über den letzten Drehtag, seine Figur Herr Breitfuß aus MA 2412 und warum man aufhören soll, wenn es am besten läuft.

Jedes Projekt hat ein Ablaufdatum

Ob Bühne oder Film: Irgendwann kommt die letzte Vorstellung oder der letzte Drehtag. Loslassen kann Düringer nach eigenen Worten gut. Filmdreharbeiten vergleicht er mit einer Kommandoaktion vom Militär, bei der jedes Department genau weiß, was zu tun ist. Am letzten Drehtag sind trotzdem alle ein bisschen gerührt, weil genau diese Gruppe von rund 80 Menschen nie wieder so zusammenkommt.

Herr Breitfuß ist nicht weg

Seiner Figur Breitfuß weint Düringer keine Träne nach. „Das ist kein Thema, der ist ja in mir.“ Gemeinsam mit Fredi beendete er MA 2412, weil es im Amt nichts mehr zu erzählen gab. Später entstand die Idee, Weber und Breitfuß an ganz anderen Orten wieder auftreten zu lassen. Darum geht es im Video:
  • Warum am letzten Drehtag alle gerührt sind
  • Wie man ein Projekt loslässt, das einem viel bedeutet hat
  • Warum man aufhören soll, wenn es am besten läuft

Heute steht Düringer auf der Bühne, macht, was er will, und ist damit zufrieden. Ein ehrliches Gespräch aus der Reihe „Aus dem Leben“ auf balancio.at über Abschiede, Loslassen und Zufriedenheit im Beruf.
Man muss dann aufhören, wenn es am besten läuft.

Steckbrief: Roland Düringer

Bekannt als: Kabarettist, Schauspieler & Autor

Die Anfänge im Ensemble

Der 1963 in Wien geborene Künstler absolvierte eine HTL und schloss sich 1985 der wegweisenden Kabarettgruppe "Schlabarett" an, was den Grundstein für seine jahrzehntelange Bühnenpräsenz legte.

Rekorde an den Kinokassen

Düringer schrieb und spielte Hauptrollen in einigen der erfolgreichsten österreichischen Film- und Fernsehproduktionen der 1990er-Jahre, allen voran der Kinorekord-Hit "Hinterholz 8" (1998) mit über 600.000 Zusehern sowie die ORF-Kultserie "MA 2412" (1998–2002).

Zwischen Systemkritik und „Mainstream“

Nach seiner Wandlung zum philosophischen Gesellschaftskritiker – u. a. mit seiner "Wutbürger"-Rede in "Dorfers Donnerstalk" (ORF, 2011) – und der Gründung des politischen Projekts "Meine Stimme G!LT" (2016) feierte er eine vielbeachtete Rückkehr zum „Mainstream“. Mit "Regenerationsabend 2.0" (Premiere 2022) knüpfte er an die klassischen Kabarett-Elemente seiner früheren Erfolge wie "Benzinbrüder" an.

Kulturelle Instanz

Vom pointierten Darsteller klassischer, österreichischer Archetypen entwickelte er sich über die Jahrzehnte zu einem Vordenker, der in der heimischen Kulturszene sowohl für sein humoristisches Handwerk als auch für seine kritische Distanz zu Konsumzwang und Politik geschätzt wird.

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