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Transaktionsanalyse

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Auf den Punkt gebracht

Die Transaktionsanalyse, kurz TA, ist eine vom Psychiater Eric Berne entwickelte Theorie und Psychotherapiemethode. Sie geht davon aus, dass sich aus der beobachtbaren Kommunikation zwischen Menschen auf innere Muster schließen lässt. In Österreich ist die Transaktionsanalytische Psychotherapie als Methode der psychoanalytisch-psychodynamischen Ausrichtung anerkannt.

Was ist Transaktionsanalyse?

Die Transaktionsanalyse betrachtet den Austausch zwischen Menschen, laut der österreichischen Ausbildungseinrichtung ÖATA die bewusste und unbewusste, verbale und nonverbale Kommunikation. Eine solche Austauscheinheit nennt sie Transaktion. Aus den sichtbaren Kommunikationsmustern zieht sie Rückschlüsse auf das innere Erleben und auf die Strukturen der Persönlichkeit.

Grundlage ist das Modell der Ich-Zustände mit Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich und Kind-Ich. Laut ÖATA ist im Kind-Ich früheres Erleben wieder aktiviert. Das Erwachsenen-Ich steht für ein eigenständiges Erleben im Hier und Jetzt. Im Eltern-Ich zeigen sich Denken, Fühlen und Verhalten, die von anderen übernommen wurden.

Woher kommt die Transaktionsanalyse?

Entwickelt hat die TA der Psychiater Eric Berne (1910–1970). Sie entstand ursprünglich als Erweiterung psychoanalytischer Theorien. 1958 stellte Berne die Transaktionsanalyse in einem Fachartikel als neue Methode der Gruppentherapie vor.

In Österreich wird sie unter anderem als „Tiefenpsychologische Transaktionsanalyse“ gelehrt. Die Ausbildungseinrichtung ÖATA betont damit die psychodynamischen Wurzeln der Methode.

Wie arbeitet die transaktionsanalytische Psychotherapie?

Das Sozialministerium beschreibt vier zusammenhängende Untersuchungsbereiche. Die Strukturanalyse fragt, aus welchem Ich-Zustand jemand in einer bestimmten Situation handelt. Die Analyse der Transaktionen untersucht die Kommunikation. Die Skriptanalyse befasst sich mit dem „Lebensdrehbuch“, einem unbewussten Lebensplan, der in der frühen Kindheit entstanden ist.

Als „Spiel“ bezeichnet die TA ein krankhaftes Verhalten im Umgang mit anderen. Seine Untersuchung heißt Spielanalyse. Dazu kommen Techniken, die das Erleben aktivieren, etwa Rollenspiele. Besonderes Gewicht liegt auf der Analyse von Übertragung und Gegenübertragung, also auf dem Beziehungsgeschehen zwischen Patient:in und Therapeut:in.

Transaktionsanalyse eignet sich laut Sozialministerium für Einzel-, Paar-, Gruppen- und Familientherapie. In der Einzeltherapie reicht die Frequenz von einmal bis zwei- bis dreimal pro Woche. Laut ÖATA ist je nach Anliegen eine kurze, auf einen Schwerpunkt ausgerichtete Behandlung oder eine längere Therapie möglich.

Wer bietet transaktionsanalytische Psychotherapie in Österreich an?

Als Psychotherapie bieten sie Psychotherapeut:innen an, die in dieser Methode ausgebildet und in der Berufsliste Psychotherapie eingetragen sind. Manche nutzen ihre Ausbildung laut ÖATA auch für Supervision, Beratung und Coaching.

Für einen Kostenzuschuss der Sozialversicherung braucht es in der Regel eine krankheitswertige psychische Störung und eine ärztliche Bestätigung. Für reine Beratung oder Persönlichkeitsentwicklung gibt es keine Kostenübernahme.

Wo liegen die Grenzen?

Die Wirksamkeit der transaktionsanalytischen Psychotherapie ist wenig untersucht. In der medizinischen Fachdatenbank PubMed findet sich keine Übersichtsarbeit zu ihrer Wirksamkeit und nur eine Handvoll randomisierter Studien. Diese untersuchen meist Trainings oder Gruppenprogramme und nicht die Behandlung psychischer Erkrankungen.

Eine niederländische Studie verglich eine dreimonatige stationäre Psychotherapie auf Basis der TA bei Persönlichkeitsstörungen mit anderen Psychotherapien. Die TA-Gruppe verbesserte sich über drei Jahre stärker. Die Teilnehmenden wurden allerdings nicht zufällig zugeteilt, sondern statistisch passenden Vergleichspersonen gegenübergestellt.

Ob die Methode im Einzelfall passt, lässt sich laut Sozialministerium nur im persönlichen Gespräch klären. Weil seelische Beschwerden auch körperliche Ursachen haben können, gehört eine medizinische Abklärung dazu.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (8)