Bei einer Einzeltherapie arbeitet eine Person allein mit ihrer Therapeutin oder ihrem Therapeuten. Der Begriff beschreibt die Form der Behandlung, das sogenannte Setting, und keine bestimmte Methode. In der Psychotherapie gibt es daneben Gruppen-, Paar- und Familientherapie.
Was ist Einzeltherapie?
Einzeltherapie ist eine von mehreren Formen, in denen Psychotherapie stattfinden kann. Das Psychotherapiegesetz 2024 nennt das Einzel-, Gruppen- und Paarsetting sowie die Arbeit mit weiteren beteiligten Personen. Oft finden psychotherapeutische Sitzungen als Einzelgespräche statt.
Viele der in Österreich anerkannten Methoden werden laut den Beschreibungen des Sozialministeriums auch oder vor allem im Einzelsetting angewendet. Die Verhaltenstherapie wird laut Sozialministerium hauptsächlich so durchgeführt. Die Konzentrative Bewegungstherapie hat eine lange Tradition als Gruppenpsychotherapie, wird heute aber vor allem einzeln angeboten.
Wie läuft eine Einzeltherapie ab?
Wie oft und wie lange die Sitzungen stattfinden, hängt von Methode und Anliegen ab. In vielen Methodenbeschreibungen des Sozialministeriums sind es ein bis zwei Sitzungen pro Woche, in der Integrativen Gestalttherapie etwa zu je 50 Minuten. Die klassische Psychoanalyse arbeitet dagegen mit vier bis fünf Sitzungen pro Woche im Liegen, die psychoanalytische Psychotherapie mit ein bis zwei im Sitzen.
Einzeltherapie oder Gruppe?
Einzel- und Gruppensitzungen schließen einander nicht aus, auch eine Kombination ist möglich. Einzelsitzungen können etwa den Einstieg in eine Gruppe erleichtern. Gruppentherapie gilt laut einem Informationsblatt des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen als Alternative zur Einzeltherapie. Welche Form passt, lässt sich im Erstgespräch mit der Therapeutin oder dem Therapeuten klären.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.