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Ashtanga

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Auf den Punkt gebracht

Ashtanga ist ein Sanskrit-Wort und bedeutet „aus acht Teilen bestehend“. Es bezeichnet den achtgliedrigen Yogaweg in den Yoga-Sutras des Patanjali und außerdem einen dynamischen Yogastil, das Ashtanga Vinyasa Yoga nach Pattabhi Jois. Darin werden festgelegte Abfolgen von Körperhaltungen mit Atem und Blickpunkt verbunden.

Was bedeutet Ashtanga?

Ashtanga setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern aṣṭa für „acht“ und aṅga für „Glied“ zusammen. Das Sanskrit-Wörterbuch von Monier-Williams übersetzt aṣṭāṅga mit „aus acht Teilen oder Gliedern bestehend“.

Im Yoga hat der Begriff zwei Bedeutungen. Zum einen steht er für den achtgliedrigen Pfad in den Yoga-Sutras des Patanjali, der auch Ashtanga Yoga genannt wird. Zu diesen acht Gliedern gehören ethische Grundsätze (Yama und Niyama), Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayama). Dazu kommen der Rückzug der Sinne, Konzentration, Meditation und eine tiefe Versenkung, Samadhi genannt. Zum anderen bezeichnet Ashtanga einen bestimmten Übungsstil, das Ashtanga Vinyasa Yoga.

Woher kommt Ashtanga Vinyasa Yoga?

Ashtanga Vinyasa Yoga geht auf Pattabhi Jois zurück. Er lernte bei Tirumalai Krishnamacharya, den viele als Vater des modernen Yoga sehen. Krishnamacharya unterrichtete von den 1930er- bis in die 1950er-Jahre im indischen Mysore, unter anderem in einer Yogaschule im Palast des Maharadschas. Er ließ Haltungen in Wiederholungen und Abfolgen üben.

Pattabhi Jois entwickelte aus dieser Lehre eine eigene Methode mit festen Übungsreihen. Aus dem Ashtanga Yoga wurde laut Gesundheitsportal eine Reihe moderner Yogaformen abgeleitet, etwa Power Yoga.

Wie läuft Ashtanga Yoga ab?

Eine Einheit beginnt mit Sonnengrüßen zum Aufwärmen. Danach folgt eine festgelegte Abfolge von Haltungen und eine Schlusssequenz. Es gibt sechs solcher Serien, die erste heißt „Primary Series“. Die Haltungen werden jeweils fünf Atemzüge lang gehalten.

Kennzeichnend ist das Zusammenspiel von Haltung, Atem und Blick, Tristhana genannt. Geatmet wird gleichmäßig durch die Nase, die Atemtechnik heißt Ujjayi-Atmung. Jede Haltung hat einen festen Blickpunkt, den Drishti. Die Übergänge heißen Vinyasa: Jedem Ein- oder Ausatmen entspricht genau eine Bewegung.

Häufig wird im sogenannten Mysore-Stil geübt. Die Teilnehmenden üben in der Gruppe, aber jede Person in ihrem eigenen Tempo. Die Lehrperson begleitet sie einzeln und gibt neue Haltungen nach und nach dazu. Daneben gibt es angeleitete Gruppenstunden.

Wie anstrengend ist Ashtanga Yoga?

Ashtanga gilt als körperlich fordernder Yogastil mit kraftvollem Bewegungsfluss. In einer kleinen finnischen Befragung von 110 Übenden berichteten 62 Prozent von mindestens einer Verletzung des Bewegungsapparats, meist Zerrungen und Verstauchungen. Rund die Hälfte der Betroffenen erholte sich vollständig. Auch in veröffentlichten Fallberichten zu Yoga-Komplikationen gehört Ashtanga zu den am häufigsten genannten Stilen. Fallberichte erlauben allerdings keine Aussage darüber, wie häufig solche Probleme sind.

Unerwünschte Wirkungen beim Yoga sind laut einer Übersichtsarbeit meist mild und vorübergehend. Menschen mit ernsthaften akuten oder chronischen Erkrankungen sollten vor dem Einstieg ärztlichen Rat einholen. Das Gesundheitsportal rät, Yoga unter Anleitung zu üben, weil eine falsche Ausführung Muskeln oder Sehnen überlasten kann.

Wer unterrichtet Ashtanga Yoga in Österreich?

Ashtanga Yoga wird von Yogalehrer:innen unterrichtet. Yogaunterricht für sich genommen fällt laut einem Infoblatt der Wirtschaftskammer Steiermark nicht unter die Gewerbeordnung, sondern gilt als Privatunterricht. Er kann deshalb auch nicht als Gewerbe angemeldet werden.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (10)