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Samadhi

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Auf den Punkt gebracht

Samadhi ist ein Sanskrit-Wort für einen Zustand tiefer meditativer Versenkung. In den Yoga-Sutras des Patanjali ist es das achte und letzte Glied des Yoga. Auch im Buddhismus steht Samadhi für die Sammlung des Geistes in der Meditation.

Was bedeutet Samadhi?

Wörtlich bedeutet samādhi zunächst „Zusammenfügen“ oder „Verbinden“. Das Wörterbuch von Monier-Williams nennt außerdem gespannte Aufmerksamkeit und eine tiefe Versenkung, in der man mit dem betrachteten Gegenstand eins wird. Daneben kann das Wort die Grabstätte eines Heiligen bezeichnen.

Was sagen die Yoga-Sutras über Samadhi?

Das erste der vier Bücher der Yoga-Sutras trägt den Titel Samadhi. Samadhi entsteht dort aus der Meditation, wenn im Bewusstsein nur noch der betrachtete Gegenstand aufscheint und die Meditation gleichsam leer von sich selbst wird. Der Text unterscheidet eine Versenkung, die sich ihres Gegenstands noch bewusst ist, von einer, der dieser Bezug fehlt.

Am Ende steht die „samenlose“ Versenkung, in der auch die letzten Eindrücke im Geist zur Ruhe kommen. Alte Kommentare setzen Yoga sogar mit Samadhi gleich. Einer von ihnen leitet das Wort Yoga dabei von einer Wurzel mit der Bedeutung „Sammlung“ ab, nicht von „Verbindung“.

Wo kommt Samadhi noch vor?

Die Hatha Yoga Pradipika widmet Samadhi ein eigenes Kapitel. Sie vergleicht den Zustand mit Salz, das sich in Wasser auflöst und eins mit ihm wird, so wie Selbst und Geist eins werden.

Im Buddhismus gehört die rechte Sammlung, sammā-samādhi, zum Edlen Achtfachen Pfad. Das Pali-Wörterbuch der Pali Text Society beschreibt Samadhi als Einspitzigkeit des Geistes. Die Yoga-Sutras und der Achtfache Pfad verwenden das Wort laut David Gordon White beide für die abschließende Stufe der Meditation.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (5)