Ein Flashback ist ein plötzliches, ungewolltes Wiedererleben eines belastenden Ereignisses, so als würde es gerade noch einmal geschehen. Flashbacks gehören zu den typischen Beschwerden einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Das Wort wird auch für ein Wiederaufleben von Rauschzuständen nach Drogenkonsum verwendet.
Was ist ein Flashback?
Bei einem Flashback wird ein Erlebnis nicht nur erinnert, sondern im Hier und Jetzt erneut erlebt. Es kann als Bild, Geräusch, Geruch oder Körperempfindung auftauchen und geht meist mit starker Angst oder Entsetzen einher. Laut der Klassifikation ICD-11 reicht das Spektrum von einem flüchtigen Gefühl des Wiedererlebens bis zum völligen Verlust des Bezugs zur Umgebung. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt, dass Betroffene dann kurz glauben können, wieder in der damaligen Situation zu sein, und auch so handeln.
Ausgelöst werden kann das Wiedererleben durch Dinge, die an das Ereignis erinnern, bei Kriegsveteranen etwa durch ein Feuerwerk. Betroffene meiden deshalb oft Orte, Personen oder Situationen, die Erinnerungen und Flashbacks wachrufen könnten.
Woher kommt das Wort?
„Flashback“ stammt aus dem Englischen und bedeutet eigentlich „Rückblende“. Im Deutschen sagt man der oder das Flashback. Fachartikel verwenden den Begriff sowohl bei Traumafolgen als auch bei Drogenwirkungen. Nach längerem und wiederholtem Konsum von Halluzinogenen wie LSD erleben manche Menschen auch nach dem Aufhören Rückblenden, die dem Rausch ähneln, aber schwächer sind. Meist verschwinden sie nach sechs bis zwölf Monaten wieder.
Was hilft bei Flashbacks?
Bei einer PTBS kann eine Psychotherapie mit traumatherapeutischen Methoden helfen. Die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie soll zum Beispiel den Umgang mit Flashbacks verändern. Auch in der Psychoedukation, also der Aufklärung über die Erkrankung, kann es darum gehen, wie Betroffene mit belastenden Wiedererinnerungen umgehen. Mehr dazu steht in den Einträgen zu PTBS und Traumatherapie.
Bei einer PTBS können auch Gedanken an Suizid auftreten. In einer akuten Krise hilft die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, Kinder und Jugendliche erreichen Rat auf Draht unter 147. Im Notfall ist die Rettung unter 144 erreichbar.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.