Bei der Yantra-Meditation richtet sich die Aufmerksamkeit auf ein Yantra, ein geometrisches Diagramm aus den indischen Religionen. Im Hinduismus kann ein Yantra für eine Gottheit stehen und soll helfen, den Geist auf sie zu richten. Studien zur Wirkung dieser Meditationsform fehlen.
Was ist ein Yantra?
Das Sanskrit-Wort yantra bedeutet eigentlich Instrument oder Stütze. Laut dem Wörterbuch von Monier-Williams bezeichnet es auch ein Amulett oder ein mystisches Diagramm, dem verborgene Kräfte zugeschrieben werden. Im Hinduismus sind Yantras geometrische Figuren, denen göttliche Kraft zugeschrieben wird. Manche stehen für eine Gottheit, andere für astrologische Vorstellungen. Sie werden in der Andacht gezeichnet, auf Altäre gestellt oder als Hilfe beim Meditieren genutzt. Ein ähnliches Konzept im tantrischen Buddhismus ist das Mandala.
Wie wird mit einem Yantra meditiert?
In einem Buch über das hinduistische Tantra beschrieb John Woodroffe 1918 das Yantra als Werkzeug, mit dem der Geist auf die verehrte Gottheit gerichtet wird. Gezeichnet besteht es aus Linien, Winkeln und Bögen, die je nach Gottheit verschieden sind. Das Yantra galt ihm als bildliche Form derselben Kraft, die im Mantra hörbar wird. Zur Verehrung gehören nach seiner Darstellung auch das Wiederholen von Mantras und Handgesten.
Ein besonders bekanntes Beispiel ist das Shri Yantra, auch Shri Chakra genannt. Es dient der Verehrung der göttlichen Urkraft, der Shakti. Eine überlieferte Meditation beginnt am äußersten Rand des Yantras und führt Schritt für Schritt nach innen. Dabei werden die Teile des Yantras mit Teilen des eigenen Körpers und Geistes gleichgesetzt.
Wo liegen die Grenzen?
Wissenschaftliche Studien zur Yantra-Meditation ließen sich nicht finden. Meditation allgemein kann auch unerwünschte Wirkungen haben, etwa Angst oder depressive Beschwerden, auch bei Menschen ohne frühere psychische Probleme. In einer akuten Krise hilft die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, im Notfall die Rettung unter 144.
Yantra-Meditation ersetzt keine Behandlung. Krankheiten festzustellen und zu behandeln ist in Österreich vor allem Ärzt:innen vorbehalten.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.