Sanskrit ist eine altindische Sprache aus der indogermanischen Sprachfamilie. Es gilt als heilige Sprache des Hinduismus und wird in Indien bis heute als Literatur- und Gelehrtensprache verwendet. Viele Fachwörter aus Yoga und Ayurveda sind Sanskrit-Wörter.
Was ist Sanskrit?
Sanskrit ist eine alte Kult- und Literatursprache Indiens. Es gehört zum indoarischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und ist damit etwa mit dem Lateinischen verwandt. So ist das Sanskrit-Wort agni für Feuer mit dem lateinischen ignis verwandt.
Der Name geht auf das Wort saṃskṛta zurück, das „zusammengesetzt, geregelt, gebildet“ bedeutet. Das Wörterbuch von Monier-Williams erklärt, dass damit die kunstvoll ausgearbeitete Sprache im Gegensatz zu den Volkssprachen gemeint war. In ihrer klassischen Form hat der antike indische Grammatiker Pāṇini die Sprache ausführlich beschrieben und damit festgelegt. Dieses klassische Sanskrit und das Vedische bilden zusammen das Altindoarische. Geschrieben wird Sanskrit in der Devanagari-Schrift.
Das Wort ist sächlich, es heißt also „das Sanskrit“. Laut Duden liegt die Betonung auf der ersten Silbe, möglich ist auch die zweite. In Österreich und der Schweiz wird nur die zweite Silbe betont.
Welche Rolle spielt Sanskrit heute?
In Indien dient Sanskrit bis heute als Sprache der Literatur und Gelehrsamkeit. Es zählt zu den 22 Sprachen, die im Achten Anhang der indischen Verfassung aufgeführt sind. Nach der Verfassung soll Hindi seinen Wortschatz vor allem aus dem Sanskrit bereichern.
Warum begegnet man Sanskrit im Yoga und Ayurveda?
Viele Grundbegriffe aus Yoga und Ayurveda stammen aus dem Sanskrit, etwa Asana, Pranayama, Mudra, Dosha oder Agni. Asana bedeutet ursprünglich „Sitzen“ oder „Sitz“. Auch die Namen von Ayurveda-Verfahren wie Panchakarma setzen sich aus Sanskrit-Wörtern zusammen, in diesem Fall aus „fünf“ und „Handlung“. Das Sanskrit-Wörterbuch von Monier-Williams gibt sie in einer Umschrift mit Zusatzzeichen wieder, etwa āsana oder prāṇāyāma.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.