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Kapalabhati

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Auf den Punkt gebracht

Kapalabhati ist eine schnelle Atemübung aus dem Hatha Yoga. Dabei wird durch ruckartiges Anspannen der Bauchmuskeln kräftig ausgeatmet, das Einatmen geschieht von selbst. Die Übung gilt als Technik für Fortgeschrittene und ist nicht für alle geeignet.

Was ist Kapalabhati?

Kapalabhati gehört zu den häufig geübten und erforschten Atemtechniken des Pranayama. Geübt wird im aufrechten Sitz. Die Bauchmuskeln ziehen sich rasch zusammen und stoßen die Luft durch die Nase aus, danach strömt sie ohne Zutun wieder ein. In Studien liegt das Tempo bei etwa ein bis zwei Atemstößen pro Sekunde.

Der Name verbindet die Sanskrit-Wörter für „Schädel“ und „Glanz“. Fachartikel übersetzen ihn oft als Übung, die die Stirn zum Leuchten bringt.

Woher kommt Kapalabhati?

In den alten Texten des Hatha Yoga zählt Kapalabhati zu den Reinigungsübungen. Die Hatha Yoga Pradipika vergleicht das schnelle Atmen mit dem Blasebalg eines Schmieds. Die Gheranda Samhita beschreibt dagegen drei andere Formen: ein Wechselatmen durch die Nasenlöcher ohne jede Kraft und zwei Spülungen mit Wasser zwischen Nase und Mund. Auch beim Atemtempo weichen heutige Studien von den alten Texten ab.

Was passiert im Körper?

Während der Übung regt Kapalabhati eher an, als dass es beruhigt. In einer kleinen Studie mit gesunden Männern stieg während der Übung die Aktivität des sympathischen Nervensystems.

Worauf ist zu achten?

Eine Übersicht über Fallberichte rät Anfänger:innen von Kapalabhati ab. Eine Übersichtsarbeit von 2026 zählt die Übung zu den kräftigen Atemtechniken, die Vorsicht oder fachliche Anleitung brauchen. Übungen mit stark gesteigerter Atmung sollen nach ihr Schwangere und Menschen mit Epilepsie oder Panikstörung meiden.

Bei schweren Herz-, Gefäß- oder Lungenerkrankungen, etwa einem sehr schweren Bluthochdruck, sollen solche Atemübungen nach ihr nur unter enger ärztlicher Aufsicht geübt werden. Das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden, Brustschmerzen, Herzrasen oder neu auftretende neurologische Beschwerden sind ein Grund, sofort aufzuhören. In einem Einzelfall kam es nach Kapalabhati zu einem Lungenkollaps.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (10)