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Geführte Meditation

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Auf den Punkt gebracht

Bei einer geführten Meditation leitet eine Stimme Schritt für Schritt durch die Übung, entweder eine Lehrperson vor Ort oder eine Aufnahme, etwa in einer App. Studien zu Achtsamkeits-Apps zeigen kleine Effekte auf depressive Beschwerden und Angst, Langzeitdaten fehlen noch.

Was ist eine geführte Meditation?

Geführt bedeutet, dass jemand die Meditation mit gesprochenen Anweisungen begleitet. Bei einer Atemmeditation sagt die Anleitung etwa, dass die Aufmerksamkeit beim Atem bleiben soll und dass sie zurückgeholt wird, sobald die Gedanken abschweifen. Angeleitete Übungen mit inneren Bildern beschreibt der Glossarbegriff „Fantasiereise“.

Wo wird geführt meditiert?

Achtsamkeitsprogramme wie MBSR und MBCT werden traditionell in Gruppen vermittelt. Eine Kursleitung führt dabei nach einem schriftlichen Lehrplan durch acht wöchentliche Treffen. Achtsamkeits-Apps sollen solche Inhalte leichter zugänglich machen. Sie werden aber meist allein genutzt, ohne Austausch mit einer Lehrperson oder einer Gruppe. Für die meisten im Handel erhältlichen Apps fehlen kontrollierte Studien.

Was zeigen Studien?

Eine Metaanalyse von 2024 wertete 45 randomisierte Studien zu Achtsamkeits-Apps aus. Im Vergleich zu Kontrollgruppen verringerten sich depressive Beschwerden und Angst in kleinem Ausmaß. Gegenüber anderen aktiven Behandlungen zeigte sich kein deutlicher Unterschied, dazu gab es aber nur wenige Studien. Die Autor:innen fordern hochwertigere Studien mit längerer Nachbeobachtung.

In einer kleinen Studie mit 35 Meditations-Neulingen konnten sich die Teilnehmenden mit gesprochener Anleitung besser konzentrieren als ohne. Beim stillen Sitzen ohne Anleitung wurden sie am ehesten schläfrig.

Wo liegen die Grenzen?

Meditation kann auch unerwünschte Wirkungen haben, etwa Angst, depressive Beschwerden oder ungewöhnliche Denkerfahrungen, auch bei Menschen ohne frühere psychische Probleme. Selten wurde auch suizidales Verhalten berichtet. Bei psychischen Erkrankungen sollten Achtsamkeitstechniken laut Gesundheitsportal nur mit klinisch-psychologischer oder psychotherapeutischer Begleitung zum Einsatz kommen. In einer akuten Krise hilft die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, Kinder und Jugendliche erreichen Rat auf Draht unter 147. Im Notfall hilft die Rettung unter 144.

Krankheiten festzustellen und zu behandeln ist in Österreich vor allem Ärzt:innen vorbehalten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (6)