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Spiraldynamik

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Auf den Punkt gebracht

Spiraldynamik ist ein Bewegungs- und Therapiekonzept aus der Schweiz, das Haltung und Bewegung nach dem Prinzip von Spiralbewegungen im Körper schulen will. Wer übt, soll ungünstige Bewegungsmuster erkennen und neue Abläufe in den Alltag übernehmen. In der medizinischen Literaturdatenbank PubMed finden sich keine unabhängigen Studien zur Wirksamkeit.

Was ist Spiraldynamik?

Spiraldynamik beschreibt sich selbst als anatomisch-funktionelles Bewegungskonzept, das auf natürlichen Spiralbewegungen des menschlichen Körpers aufbaut. Laut der Schule zieht sich dieses Spiralprinzip durch das ganze Bewegungssystem. Als Beispiele nennt sie verdrehte Röhrenknochen, die Kreuzbänder im Knie und die schräg verlaufende Rumpfmuskulatur.

Nach dieser Vorstellung bildet der Rumpf eine Doppelspirale, Arme und Beine bilden jeweils einfache Spiralen. Beim Gehen dreht sich die Wirbelsäule abwechselnd nach links und rechts. Die meisten orthopädischen Probleme deutet die Schule als ein Zuviel, Zuwenig oder Einseitiges an solcher Verschraubung, etwa bei Plattfüßen, Hohlfüßen oder einer Skoliose.

Zusammengefasst wird der Ansatz in der Formel „Med – Move – Mind“. Gemeint sind die medizinische Seite mit Diagnostik und Schmerztherapie, die Bewegung und das Körperbewusstsein, die je nach Person unterschiedlich gewichtet werden. Entscheidend ist laut der Schule das veränderte Körperbewusstsein.

Woher kommt die Spiraldynamik?

Spiraldynamik stammt aus Zürich. Laut eigener Darstellung entstand dort 1992 nach jahrelanger Forschung ein Unternehmen mit einem medizinischen Zentrum und einer Akademie für die Ausbildung. Ärztlicher Leiter ist der Allgemeinmediziner Christian Larsen. Der Name Spiraldynamik ist international als Marke geschützt.

Wie läuft eine Spiraldynamik-Behandlung ab?

In der Therapie lernen die Teilnehmenden, Bewegungsabläufe zu verbessern und Fehlstellungen zu vermeiden. Dazu erarbeiten sie mit Fachleuten gezielte Übungen und lernen, diese in ihren Alltag einzubauen. Ergänzend gibt es laut der Schule Tageskurse, Trainingsgruppen und Angebote zur Selbsthilfe im Internet.

Das Konzept wird nicht nur bei Beschwerden genutzt. Die Schule beschreibt Anwendungen in Sport und Freizeit, etwa beim Laufen, Klettern, Yoga, Tanzen oder Singen. Für die Ergotherapie beschreibt die Schule das Ziel, Bewegungsabläufe für wichtige Tätigkeiten des Alltags zu verbessern und bei Bedarf die Umgebung anzupassen.

Was sagt die Forschung?

Unabhängige Studien zur Wirksamkeit der Spiraldynamik sind in der medizinischen Literaturdatenbank PubMed nicht zu finden. Eine dort gelistete Studie zur Skoliose untersuchte zwar eine „Spiralstabilisation“, dabei handelt es sich aber um ein anderes Konzept.

Die Schule verweist auf eigene Verlaufsmessungen bei Patient:innen ihrer Zentren und auf Studien zu allgemeinen Übungsprinzipien, etwa zur Kräftigung bestimmter Fußmuskeln. Solche Studien sagen allerdings nichts über die Spiraldynamik als Gesamtkonzept aus.

Wer bietet Spiraldynamik in Österreich an?

Spiraldynamik wird als Weiterbildung vermittelt. Die Schule richtet sie unter anderem an Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen und Ergotherapeut:innen, aber auch an Trainer:innen sowie Yoga- und Pilates-Lehrende. Die Bezeichnung sagt deshalb nichts über den Grundberuf der anbietenden Person aus.

Krankheiten festzustellen und zu behandeln ist in Österreich vor allem Ärzt:innen vorbehalten. Physiotherapeut:innen und Ergotherapeut:innen arbeiten bei der Krankenbehandlung nach ärztlicher Anordnung. Wer Spiraldynamik ohne Gesundheitsberuf anbietet, etwa im Training, darf keine Krankheiten behandeln.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (9)