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Narbenkorrektur

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Auf den Punkt gebracht

Eine Narbenkorrektur ist meist eine Operation, bei der störendes Narbengewebe entfernt und die Wunde neu verschlossen wird, etwa wenn Narben wuchern, schmerzen oder die Beweglichkeit einschränken. Daneben gibt es Behandlungen mit Kortison, Kälte, Druck, Laser oder Bestrahlung. Ziel ist eine unauffälligere Narbe, denn auch nach einer Operation heilt die Wunde wieder mit einer Narbe.

Was ist eine Narbenkorrektur?

Eine Narbenkorrektur ist eine Behandlung, die eine störende Narbe unauffälliger oder weniger belastend machen soll. Um zu verstehen, was dabei geschieht, hilft ein Blick auf die Narbe selbst: Eine Narbe ist ein Ersatzgewebe, das entsteht, wenn eine Wunde tiefer als die oberste Hautschicht reicht. Frische Narben sind zunächst rot und erhaben, mit der Zeit werden sie flacher, weicher und blasser. Nach etwa zwei Jahren ist die Bildung der Narbe abgeschlossen, verändern kann sie sich aber auch danach noch. Fachleute nennen diesen Vorgang Narbenreifung.

Narben sind weniger elastisch als gesunde Haut und enthalten keine Haare, Talg- oder Schweißdrüsen. Weil ihnen meist die pigmentbildenden Zellen fehlen, sind sie oft blass und kaum vor UV-Strahlung geschützt.

Welche Narben machen Probleme?

Verläuft die Wundheilung gestört, können auffällige Narben entstehen. Hypertrophe Narben sind wulstig verdickt, bleiben aber auf das Gebiet der ursprünglichen Wunde begrenzt. Keloide wuchern dagegen darüber hinaus und neigen dazu, nach einer Entfernung wiederzukommen. Atrophe Narben sind eingesunken, ein typisches Beispiel sind Aknenarben. Narbenkontrakturen ziehen sich stark zusammen und können vor allem an Gelenken die Beweglichkeit einschränken.

Solche Narben können jucken, schmerzen oder spannen. Hypertrophe Narben und Keloide sind gutartig und keine Krebserkrankung. Auch die ästhetische Beeinträchtigung und die damit verbundene psychische Belastung können eine Behandlung nötig machen.

Wie läuft eine operative Narbenkorrektur ab?

Eine Operation wird meist frühestens nach einem Jahr erwogen. Dabei wird das Narbengewebe ganz oder teilweise entfernt und die Wunde vernäht oder mit verpflanzter Haut verschlossen. Spezielle Schnitt- und Nähtechniken können die Spannung in der Narbe verringern.

Gründe für eine Operation sind etwa eine eingeschränkte Beweglichkeit, ein Zug in der Narbe, der zu Wucherungen führt, oder eine kosmetische Entstellung. Bei Keloiden sollen begleitende Behandlungen wie Kortison oder Bestrahlung verhindern, dass sie nach der Operation wiederkommen.

Welche anderen Behandlungen gibt es?

Je nach Lage, Art und Alter der Narbe kommen verschiedene Verfahren in Frage, oft wirkt eine Kombination besser. Kortison kann übermäßiges Narbenwachstum bremsen. Es wird in die Narbe gespritzt, bei Bedarf alle drei bis vier Wochen, oder als Pflaster aufgebracht. Bei der Vereisung wird auffälliges Narbengewebe mit flüssigem Stickstoff behandelt und danach abgetragen.

Laser können Gewebe abtragen oder, wie der Farbstofflaser, stark gerötete Narben verändern. Eine Bestrahlung wird empfohlen, wenn ein bereits entferntes Keloid wiedergekommen ist. Bei Druckbehandlung, Mikroneedling und Silikonauflagen ist die Wirkung laut Gesundheitsportal wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Was hilft im Alltag?

Selbst kann man die Heilung unterstützen, indem Zug und Reibung an der Wunde vermieden werden. Hilfreich sind auch sanftes Massieren und Eincremen nach ärztlicher oder therapeutischer Anleitung. Wichtig ist Sonnenschutz, besonders in den ersten drei Monaten, etwa durch Kleidung oder Sonnenschutzmittel.

Wer hilft in Österreich?

Anlaufstellen sind Ärzt:innen für Allgemeinmedizin, Fachärzt:innen für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie für Chirurgie oder Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Manche Behandlungen übernehmen auch Physiotherapeut:innen oder Ergotherapeut:innen. Notwendige und zweckmäßige Diagnose- und Therapiemaßnahmen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung, bei manchen Leistungen kann ein Selbstbehalt anfallen. Eine Narbenkorrektur aus rein kosmetischen Gründen ist dagegen selbst zu bezahlen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (2)