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Hara-Meditation

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Auf den Punkt gebracht

Bei der Hara-Meditation richten Übende ihre Aufmerksamkeit auf das Hara, einen Bereich im Unterbauch knapp unterhalb des Nabels. Wissenschaftliche Studien zur Hara-Meditation gibt es nicht.

Was ist Hara-Meditation?

Hara-Meditation bezeichnet Übungen, bei denen die Aufmerksamkeit im Bauch ruht, in den belegten Anleitungen verbunden mit tiefem Atmen. Im Japanischen steht hara für den Bauch. Für einen Punkt unterhalb des Nabels gibt es außerdem das Wort tanden.

Woher kommt die Hara-Meditation?

In Japan waren Übungen zur Pflege des Bauches in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, vor allem Atemübungen und meditatives Sitzen. Sie galten damals als moderne Gesundheitsmethoden. Im deutschen Sprachraum erschien 1956 ein Buch mit dem Titel „Hara. Die Erdmitte des Menschen“.

Wie läuft die Hara-Meditation ab?

Eine Anleitung unter dem Namen „Hara Centering“ stammt von der Osho-Bewegung, die auf den indischen Meditationslehrer Osho zurückgeht. Geübt wird dort im Liegen, abends vor dem Einschlafen und morgens vor dem Aufstehen. Übende legen beide Hände etwa fünf Zentimeter unterhalb des Nabels auf und drücken leicht. Dann atmen sie tief und spüren, wie sich diese Stelle mit dem Atem hebt und senkt.

Wo liegen die Grenzen?

Zur Hara-Meditation selbst gibt es keine Studien. Zur verwandten japanischen Tanden-Atmung liegen nur sehr kleine Untersuchungen mit 15 bis 20 Teilnehmenden vor. Meditation allgemein kann auch unerwünschte Wirkungen haben, etwa Angst, depressive Beschwerden oder ungewöhnliche Denkerfahrungen, auch bei Menschen ohne frühere psychische Probleme. Wer solche Beschwerden bemerkt, kann sie mit Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen besprechen. In einer akuten Krise hilft die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142, im Notfall die Rettung unter 144.

Wer Meditation ohne Gesundheitsberuf anbietet, darf keine Krankheiten feststellen oder behandeln.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (10)