Was ist eine Bruststraffung?
Eine Bruststraffung ist eine Operation, die hängende oder erschlaffte Brüste anhebt. Der Fachbegriff lautet Mastopexie. Schwangerschaft, Stillen und das Älterwerden können die Haut dehnen und die Brust kleiner werden lassen. Auch eine Gewichtsabnahme kann die Brust absinken lassen. Eine Straffung soll diese Veränderungen ausgleichen, medizinisch notwendig ist sie aber nicht.
Manchmal wird die Straffung mit einer Brustvergrößerung durch Implantate kombiniert, um verlorenes Volumen auszugleichen. Dann gelten zusätzlich die Risiken von Brustimplantaten.
Was ist eine Brustwarzenkorrektur?
Eine Brustwarzenkorrektur betrifft Brustwarze und Warzenhof. Bei einer Bruststraffung können beide nach oben versetzt werden, bei einer Brustverkleinerung wird der Warzenhof oft zusätzlich verkleinert.
Eine neu nach innen gezogene Brustwarze sollte dagegen zuerst ärztlich abgeklärt werden. Meist ist die Ursache harmlos, in seltenen Fällen steckt jedoch Brustkrebs dahinter.
Wie läuft der Eingriff ab?
Die Operation erfolgt meist in Vollnarkose, manchmal in örtlicher Betäubung mit einem beruhigenden Medikament. Je nachdem, wie stark die Brust angehoben werden soll, werden ein bis drei Schnitte gesetzt: rund um den Warzenhof, senkrecht nach unten und in der Unterbrustfalte. Entfernt wird überschüssige Haut, manchmal auch etwas Brustgewebe.
Meist können Patientinnen noch am selben Tag nach Hause. Einige Wochen lang tragen sie einen Verband oder einen speziellen BH. Werden Drainageschläuche gelegt, werden sie nach wenigen Tagen entfernt. Die Schmerzen lassen in der Regel innerhalb einiger Wochen nach.
Vor einer Bruststraffung ist es ratsam zu warten, wenn eine Gewichtsabnahme geplant ist, eine Schwangerschaft besteht, ein Kind noch gestillt wird oder weitere Kinder geplant sind. Rauchen verlangsamt die Heilung und erhöht das Risiko für Blutgerinnsel. Vor dem Eingriff sollte geklärt werden, ob je nach Alter und Brustkrebsrisiko vorher eine Mammografie sinnvoll ist.
Welche Risiken gibt es?
Neben allgemeinen Operationsrisiken wie Blutungen, Blutgerinnseln, Infektionen und Reaktionen auf Medikamente gibt es eingriffstypische Folgen. Stillen kann danach unmöglich sein. Möglich sind außerdem große Narben, die lange zum Heilen brauchen, ein Verlust des Gefühls rund um die Brustwarzen und ungleich geformte Brüste oder unterschiedlich hohe Brustwarzen.
Die Narben bleiben dauerhaft und sind im ersten Jahr oft deutlich sichtbar. Danach können sie verblassen, unsichtbar werden sie aber nicht. Das Ergebnis hält ebenfalls nicht unbegrenzt: Das Älterwerden, eine Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen können die Brust wieder absinken lassen.
Was gilt in Österreich?
Das Gesetz über ästhetische Behandlungen und Operationen (ÄsthOpG) nennt die Bruststraffung ausdrücklich als ästhetische Operation. Durchführen dürfen sie Fachärzt:innen für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und weitere von der Österreichischen Ärztekammer dafür berechtigte Ärzt:innen.
Die Ärztin oder der Arzt muss mündlich und schriftlich aufklären, ausdrücklich auch über mögliche Folgen wie Narbenbildung. Zwischen Aufklärung und Einwilligung müssen mindestens zwei Wochen liegen. Unter 16 Jahren ist der Eingriff verboten, für 16- bis 18-Jährige gelten zusätzliche Voraussetzungen. Die Kosten, auch für mögliche Komplikationen, zahlen Patient:innen selbst.