Urologische Krebserkrankungen sind bösartige Tumoren der Harnorgane und der männlichen Geschlechtsorgane. Dazu zählen vor allem Krebs der Prostata, der Nieren, der Harnblase, der Hoden und des Penis. Behandelt werden sie von Urolog:innen gemeinsam mit weiteren Fachrichtungen wie der Onkologie und der Strahlentherapie.
Was sind urologische Krebserkrankungen?
Zu den Harnorganen gehören Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre, zu den männlichen Geschlechtsorganen unter anderem Prostata, Hoden und Penis. Laut Österreichischer Krebshilfe kommen in diesem Bereich gut- und bösartige Tumoren besonders häufig vor. Nieren- und Blasenkrebs betreffen auch Frauen, Männer erkranken aber häufiger.
Welche Krebsarten gehören dazu?
Prostatakrebs ist in Österreich die häufigste Krebsart bei Männern. Ihn und seine Früherkennung beschreibt der eigene Begriff „Prostatakrebs“. Blasenkrebs trifft vor allem Menschen über 65 und geht meist von der Schleimhaut der Blase aus. Der größte Risikofaktor ist Rauchen. Nierenkrebs betrifft vor allem Menschen über 60 und wird oft zufällig bei einem Ultraschall oder einer Computertomografie entdeckt. Hodenkrebs ist selten, bei Männern zwischen 20 und 40 Jahren aber die häufigste Krebserkrankung. Peniskrebs ist sehr selten, betrifft vor allem Männer über 70 und entsteht meist an Eichel oder Vorhaut.
Wann sollte man ärztlich abklären lassen?
Blut im Harn, länger anhaltende Beschwerden beim Wasserlassen oder ungewöhnliche Schmerzen in der seitlichen Rückengegend sollten immer ärztlich abgeklärt werden, auch wenn oft harmlosere Ursachen dahinterstecken. Ein schmerzloser Knoten oder eine Schwellung am Hoden und Veränderungen am Penis sollten ebenfalls rasch untersucht werden.
Wer behandelt urologische Krebserkrankungen?
Abklärung und Behandlung liegen vor allem bei der Urologie, die ein eigener Begriff beschreibt. Den Behandlungsplan erarbeiten laut Krebshilfe Fachleute mehrerer Richtungen gemeinsam in einem Tumorboard, etwa aus Urologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und internistischer Onkologie. Neben der Operation kommen je nach Krebsart und Stadium Strahlen- und Chemotherapie, Immuntherapien sowie zielgerichtete Therapien infrage.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.
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