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Pathologie

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Auf den Punkt gebracht

Pathologie ist das Fachgebiet der Medizin, das krankhafte Veränderungen im Körper erforscht und feststellt. Patholog:innen untersuchen dafür Gewebe, Zellen und Körperflüssigkeiten, etwa Proben aus einer Biopsie. Die Befunde dienen der Diagnose von Krankheiten.

Was ist Pathologie?

Pathologie ist die Wissenschaft von den krankhaften und abnormen Veränderungen im Organismus. Sie befasst sich damit, wie Krankheiten entstehen, welche Veränderungen sie im Körper hervorrufen und wie sich diese auswirken. Im Alltag heißt auch die Abteilung eines Krankenhauses so, in der solche Befunde erhoben werden. Das Eigenschaftswort „pathologisch“ bedeutet „krankhaft“.

Woher kommt der Begriff?

Das Wort geht auf das griechische pathología zurück, die „Lehre von den Leiden“. Darin steckt páthos, das unter anderem Leid, Leidenschaft und Krankheit bedeutet. Im Deutschen ist „Pathologie“ seit dem frühen 18. Jahrhundert belegt, die lateinische Form Pathologia schon seit dem 16. Jahrhundert.

Wesentlich geprägt hat das Fach im 19. Jahrhundert der deutsche Arzt Rudolf Virchow, der als Begründer der Zellularpathologie gilt. Er erkannte, dass nicht der ganze Organismus erkrankt, sondern bestimmte Zellen oder Zellgruppen. Krankheiten ließen sich dadurch an typischen Veränderungen im Gewebe genauer bestimmen.

Was machen Patholog:innen?

In Österreich ist das Fach als „Klinische Pathologie und Molekularpathologie“ ein eigenes fachärztliches Sonderfach. Es umfasst die Vorbeugung und die Diagnose von Krankheiten durch Untersuchungen von Gewebe, Zellen und Körperflüssigkeiten, zum Beispiel aus Biopsien, Punktionen oder Abstrichen. Bei einer Biopsie wird Gewebe entnommen, im Labor aufbereitet und unter dem Mikroskop untersucht.

Zu den Aufgaben zählen außerdem die Bewertung von Behandlungen, die Beobachtung des Krankheitsverlaufs und Obduktionen. Eine klinische Obduktion soll die Todesursache feststellen und Diagnose und Therapie bestätigen.

Gehören Röntgen und MRT zur Pathologie?

Nein, bildgebende Verfahren gehören zu einem anderen Fach. Röntgen, Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT) gehören zum Sonderfach Radiologie, das in Österreich ein eigenes fachärztliches Fach ist.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (6)