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Sympathikus

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Auf den Punkt gebracht

Der Sympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems, das Körperfunktionen ohne bewusstes Zutun steuert. Er bereitet den Körper auf Leistung, Stress und Notfälle vor, etwa indem er Herzschlag und Blutdruck steigert. Sein Gegenspieler ist der Parasympathikus, der auch „Ruhenerv“ heißt und für Entspannung und Regeneration sorgt.

Was ist der Sympathikus?

Der Sympathikus gehört zum vegetativen Nervensystem, das auch autonomes oder unwillkürliches Nervensystem heißt. Es steuert lebenswichtige Abläufe wie Atmung, Herzschlag und Verdauung, die sich nicht mit dem Willen beeinflussen lassen.

Bei manchen Organen wirken Sympathikus und Parasympathikus entgegengesetzt. Der Sympathikus erhöht etwa den Blutdruck, der Parasympathikus senkt ihn. Grundsätzlich arbeiten die beiden aber zusammen, damit der Körper auf unterschiedliche Situationen angemessen reagiert.

Was bewirkt der Sympathikus im Körper?

Der Sympathikus macht den Körper bereit für Stress- und Notfallsituationen, kurz für „Kampf oder Flucht“. Unter seinem Einfluss schlägt das Herz schneller und kräftiger, Atemfrequenz und Blutdruck steigen. Die Atemwege weiten sich, der Körper setzt gespeicherte Energie frei und die Skelettmuskulatur wird angespannt und gut durchblutet.

Typisch sind auch schwitzende Handflächen und weite Pupillen. Was in einer Notlage weniger wichtig ist, bremst er, etwa die Verdauung und den Harndrang.

Was hat der Sympathikus mit Stress zu tun?

Bei einer akuten Stressreaktion wird der Sympathikus aktiviert, damit der Körper die Situation bewältigen kann. Zu Beginn setzt der Körper die Hormone Adrenalin und Noradrenalin frei, die unter anderem Blutdruck und Blutzucker ansteigen lassen. Bei akuten Gefahren ist diese Reaktion sinnvoll. Hält Stress lange an, kommt es nach einiger Zeit zu Erschöpfung und Spannungszuständen.

Woher kommt der Name?

Den Ausdruck „sympathisches Nervensystem“ machte 1732 der in Paris tätige Anatom Jacques-Bénigne Winslow bekannt. Er bezeichnete damit eine Kette von Nervenknoten und Nerven entlang des Rückenmarks.

Die Vorstellung einer „Sympathie“ ist aber älter. Schon Galen, ein Arzt der Antike, nahm an, dass Nerven ein abgestimmtes Zusammenwirken der Organe ermöglichen. Den Begriff „autonomes Nervensystem“ schlug 1898 der Cambridger Physiologe John Newport Langley vor, der auch die Bezeichnung „parasympathisch“ prägte.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (7)