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Parasympathikus

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Auf den Punkt gebracht

Der Parasympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems, das Körperfunktionen ohne bewusstes Zutun steuert. Er kümmert sich um die Abläufe in Ruhe, verlangsamt etwa den Herzschlag, senkt den Blutdruck und regt die Verdauung an. Sein Gegenspieler ist der Sympathikus.

Was ist der Parasympathikus?

Der Parasympathikus gehört zum unwillkürlichen, also vegetativen Nervensystem und wird auch „Ruhenerv“ genannt. Er geht von Nervenzellen im Hirnstamm und im untersten, dem sakralen Abschnitt des Rückenmarks aus. Den größten Teil seiner Fasern, rund drei Viertel, führt der Vagusnerv, einer der Hirnnerven.

Die Schaltstellen des Parasympathikus, die Nervenknoten, liegen nahe an den Organen oder in ihnen. Deshalb kann er an einzelnen Organen gezielt wirken. Sein wichtigster Botenstoff ist Acetylcholin.

Was bewirkt der Parasympathikus?

Der Parasympathikus ist vor allem für Erhaltung und Wiederherstellung zuständig. Unter seinem Einfluss sinken Herz- und Atemfrequenz und der Blutdruck, Entspannung und Regeneration treten ein.

Die Verdauung verstärkt er dagegen. Er regt den Darm an, Nahrung zu verarbeiten und Abfallprodukte auszuscheiden. Die gewonnene Energie nutzt der Körper, um Gewebe aufzubauen und zu erneuern. Außerdem versorgt der Parasympathikus etwa Tränen- und Speicheldrüsen und steuert die Erektion.

Wie arbeitet er mit dem Sympathikus zusammen?

Bei manchen Organen wirken Parasympathikus und Sympathikus entgegengesetzt. Der Sympathikus erhöht etwa den Blutdruck, der Parasympathikus senkt ihn. Bei anderen Funktionen ergänzen sich die beiden, damit der Körper auf unterschiedliche Situationen angemessen reagiert.

Woher kommt der Name?

„Para“ bedeutet im Griechischen „neben“ oder „gegen“, das griechische „sympatheín“ heißt „mitempfinden“. Die Bezeichnung „parasympathisch“ prägte der Cambridger Physiologe John Newport Langley für den Teil des autonomen Nervensystems, der vom Kopf und vom Kreuzbeinbereich ausgeht.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (6)