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Soziale Kompetenz

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Auf den Punkt gebracht

Soziale Kompetenz umfasst die Fähigkeiten, die es braucht, um mit anderen Menschen erfolgreich zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten und umzugehen. Dazu zählen etwa Einfühlungsvermögen, Respekt und Konfliktfähigkeit. Sie wird vor allem im Lauf der persönlichen Entwicklung erworben und lässt sich gezielt üben.

Was ist soziale Kompetenz?

Das Dorsch Lexikon der Psychologie beschreibt soziale Kompetenzen als Bündel von Fähigkeiten für Gesprächs- und Begegnungssituationen. Dazu gehören Vorstellungen über die eigene Person und die Lage, Beweggründe und zwischenmenschliche Fertigkeiten. Ob ein Verhalten sozial kompetent ist, hängt von der Situation ab und lässt sich nur im Austausch mit anderen beurteilen.

Das Arbeitsmarktservice zählt soziale Kompetenz zu den sogenannten Soft Skills. Es unterscheidet vier Bereiche: den Umgang mit sich selbst, den Umgang mit anderen, die Zusammenarbeit und die Menschenführung.

Woher kommt der Begriff?

„Kompetenz“ ist aus dem lateinischen competentia entlehnt, das unter anderem Zusammentreffen bedeutete. Im Deutschen bezeichnete das Wort im 16. Jahrhundert zunächst ein Recht auf Einkünfte, ab dem 19. Jahrhundert auch Zuständigkeit und Fähigkeit.

Lässt sich soziale Kompetenz trainieren?

Gefördert wird soziale Kompetenz etwa in Schulen, trainiert wird sie auch in der Behandlung psychischer Erkrankungen. In Österreich sieht die Jugendstrategie vor, Lebenskompetenzen von Schüler:innen nach dem Life-Skills-Konzept der WHO von 1994 zu fördern.

Bei Schizophrenie fand eine Cochrane-Übersicht von 2015 Hinweise, dass Trainings sozialer Fertigkeiten das soziale Funktionieren im Vergleich zur üblichen Behandlung verbessern können. Die Qualität der Belege war allerdings sehr niedrig. Gegenüber reinen Gesprächsgruppen zeigte sich kein Unterschied. Für Kinder und Jugendliche mit Autismus zeigte eine weitere Cochrane-Übersicht einige Hinweise, dass Gruppentrainings die soziale Kompetenz verbessern. Auch hier halten die Autor:innen mehr Forschung für nötig.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (7)