Savasana ist eine Yogahaltung, bei der man still und entspannt auf dem Rücken liegt. Der Name verbindet die Sanskrit-Wörter für „Leichnam“ und „Haltung“, im Deutschen heißt sie auch Totenstellung. Mit ihr enden viele Yogastunden.
Was ist Savasana?
In Savasana liegt der Körper flach auf dem Rücken. Arme und Beine bleiben nah am Körper oder liegen etwas abgespreizt, Kissen oder eine Rolle können die Lage bequemer machen. Kennzeichnend sind völlige Stille, das Ende jeder Anstrengung und das Zur-Ruhe-Kommen von Sinnen und Gedanken.
Woher kommt Savasana?
Savasana ist eine alte Haltung des Hatha Yoga. Die Hatha Yoga Pradipika beschreibt sie als Liegen auf dem Boden wie ein Leichnam, das Müdigkeit vertreiben und dem Geist Ruhe geben soll. In der Gheranda Samhita heißt dieselbe Haltung Mritasana, ebenfalls mit der Bedeutung Totenstellung.
In den alten Hatha-Texten dient Savasana nach einem Fachartikel von 2026 der Ruhe und Erholung nach Anstrengung. Das Nachdenken über den eigenen Tod ist dort kaum Thema. Die Autor:innen schlagen vor, die Haltung bewusst auch dafür zu nutzen, um einen gelasseneren Umgang mit der Sterblichkeit zu üben. Ob das gelingt, ist noch nicht untersucht.
Was sagt die Forschung?
Gezielt untersucht wurde Savasana bisher wenig. In einer kleinen Studie machten 20 Yogalehrerinnen zehn Minuten lang sehr kräftige Sonnengrüße. Danach ruhte die eine Hälfte zehn Minuten in Savasana, die andere ging locker. Beim Gehen wurde das Laktat im Blut schneller abgebaut, für die rein körperliche Erholung nach starker Anstrengung war Savasana also nicht im Vorteil.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.