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Offene Gruppe

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Auf den Punkt gebracht

Eine offene Gruppe ist eine Therapiegruppe, deren Zusammensetzung sich mit der Zeit verändert. Wer die Gruppe verlässt, macht Platz für neue Teilnehmende. Das Gegenstück ist die geschlossene Gruppe, in der alle gemeinsam beginnen und gemeinsam aufhören.

Was ist eine offene Gruppe?

Therapiegruppen können konstant bleiben oder sich im Lauf der Zeit verändern. Im ersten Fall sprechen Fachleute von geschlossenen, im zweiten von offenen oder halboffenen Gruppen. In einer halboffenen Gruppe bleiben die Teilnehmenden so lange, wie es für sie nötig ist. Scheidet jemand aus, kann ein neues Mitglied hinzukommen.

In der englischsprachigen Forschung heißt diese Form „rolling admission“: Aufnahme, Abbruch und Abschluss finden fortlaufend statt. Viele Behandlungsgruppen arbeiten so, etwa Gruppen auf psychiatrischen Stationen, deren Zusammensetzung sich durch Entlassungen rasch ändert.

Was spricht für, was gegen offene Gruppen?

In einer offenen oder halboffenen Gruppe sind stets Mitglieder mit längerer Gruppenerfahrung dabei, an denen sich Neue orientieren können. Geschlossene Gruppen eignen sich dagegen besonders für einen festen Therapieplan, und alle durchlaufen gemeinsam die Phasen vom Kennenlernen bis zum Abschied. Eine offene Gruppe kann dagegen wirken, als würde sie ständig neu beginnen oder enden.

Wie sich der Wechsel auf den Behandlungserfolg auswirkt, ist schwer zu untersuchen. Studien, etwa zur Suchtbehandlung, arbeiten meist mit geschlossenen Gruppen oder Einzeltherapie, weil sich Daten aus offenen Gruppen schwerer auswerten lassen. In einer kleinen Studie mit 18 Teilnehmenden ging häufiger Wechsel mit ungünstigeren Verläufen einher.

Was bedeutet „offen“ in Selbsthilfegruppen?

In Selbsthilfegruppen kann „offen“ noch etwas anderes heißen. Bei Treffen für Menschen mit Sucht etwa können offene Gruppen auch Angehörige und Interessierte besuchen, geschlossene nur Betroffene.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (7)